6 Tipps für einen ergonomischen Arbeitsplatz
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Das lange Sitzen vor dem Computer oder Laptop hat negative Folgen für die Gesundheit. Das ist kein Geheimnis. Wenn man arbeitsbedingt mehrere Stunden täglich im Büro vor dem Computer verbringen muss, kündigen sich schnell Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen an. Aber auch die intensive Nutzung von Tablets und Smartphones kann sich negativ auf den Gesundheitszustand auswirken.

Tipps für einen ergonomischen Computer-Arbeitsplatz

Wer seinen Körper einseitig belastet, wird schnell mit Beschwerden wie Rückenschmerzen, Verspannungen oder gereizte Sehnen konfrontiert. Wegen dem ständigen Tippen auf dem Smartphone werden Finger, besonders der Daumen, überlastet (Handy-Daumen), das Betätigen der Computer-Maus kann zu Schmerzen in den Armen führen (Maus-Arm), das Arbeiten auf einem Tablet ungewöhnliche Belastung der Schulter bedeuten (Tablet-Schulter). All das bedeutet natürlich nicht, dass wir unsere Bürojobs heute noch an den Nagel hängen sollten. Wer haltungsbedingte Beschwerden vermeiden möchte, sollte nach Möglichkeit versuchen, seinen Arbeitsplatz so ergonomisch wie möglich zu gestalten.

Der Hightech-Verband BITKOM gibt Hinweise, worauf Nutzer digitaler Geräte achten sollten und wie sie ihren Arbeitsplatz ergonomisch einrichten können:

Höhe von Schreibtisch und Stuhl richtig einstellen

Bei der Höheneinstellung sollte man darauf achten, dass Ober- und Unterschenkel sowie Ober- und Unterarme im rechten Winkel zueinander stehen. Tastatur und Maus befinden sich in einer Ebene mit Ellenbogen und Handflächen. 

Dynamisch sitzen: Ein guter Bürostuhl ist höhenverstellbar und hat eine flexible Lehne, die sich den Bewegungen des Nutzers anpasst. Die Füße benötigen eine feste Auflage. Bei kleineren Menschen kann eine Fußbank sinnvoll sein.

Ausreichend Abstand zum Bildschirm einhalten 

PC-Nutzer sollten einen Sichtabstand von mindestens 50 Zentimeter zum Monitor einhalten. Bei größeren Geräten kann die Entfernung bis zu 80 Zentimeter betragen.

Beleuchtung von der Seite

Der Arbeitsplatz sollte ausreichend Tageslicht erhalten und der Bildschirm im rechten Winkel zum Fenster stehen. Damit werden Blendungen und Reflexionen vermieden, die das Auge belasten und zu Ermüdung führen können. Bei zu hellem Licht sollten Sonnenschutzvorrichtungen verwendet werden.

Notebook und Tablet 

Immer mehr Menschen arbeiten regelmäßig mit mobilen Notebooks oder Tablets. Die tragbaren Geräte haben kleinere Displays, zudem sind Tastatur, Bildschirm und Touchpad fest miteinander verbunden. Ergonomisch hat das Nachteile, da die Arbeitshaltung eingeschränkt ist. So ist bei der Arbeit am Notebook in der Regel der Blickwinkel nicht optimal, was zu Nackenschmerzen führen kann.

Um das zu vermeiden, empfielt BITKOM, beim stationären Einsatz von Notebooks eine externe Tastatur, eine Maus und möglichst einen externen Monitor anzuschließen. Für Tablets gibt es als Zubehör Halterungen für das Gerät und externe Tastaturen, die längeres Arbeiten bequemer machen.

Handys und Smartphones

Häufiges und schnelles Tippen mit dem Daumen kann eine Sehnenentzündung verursachen. Nutzer sollten daher nicht nur mit dem Daumen tippen, sondern auch andere Finger benutzen und nicht zu schnell tippen.

In Bewegung bleiben

Der Mensch ist nicht zum Dauersitzen geschaffen. Auch im Arbeitsalltag soll man für ausreichend Bewegung sorgen. BITKOM schlägt hier ein „kurzes Übungsprogramm“ vor. Wer sich der täglichen Gymnastik nicht unbedingt widmen möchte, kann während der Mittagspause längere Spaziergänge unternehmen oder auch im Laufe des Arbeitstages immer wieder die Sitzposition wechseln und regelmäßig vom Platz aufstehen. 

so sitzen sie richtig

Quelle: BITKOM 2014

Richtig sitzen

Vor rund einem Jahr hat „Jugend will sich-er-leben“ ein YouTube-Video zum Thema Rückengesundheit veröffentlicht, das die richtige Einstellung der Tisch- und Stuhl-Höhe, den Neigungswinkel des Bildschirms und die richtige Sitzposition anschaulich darstellt. 

Ratgeber: Fit im Büro

Auch Krankenkassen geben den von Rückenschmerzen geplagten Büroarbeitern nützliche Tipps, wie man den Beschwerden vorbeugen beziehungsweise sie lindern kann. Die AOK fasst diese in einem Ratgeber „Fit im Büro“ zusammen, inklusive Entspannungsübungen für die Augen, Hinterkopf-Massage, Übungen für Viel-Tipper am Computer usw. 

Die Techniker Krankenkasse gibt ihrerseits in einem kurzen Artikel „Übungen zum dynamischen Sitzen“ Tipps für einen gesünderen Arbeitsalltag. 

Aufmacherbild: Businessman sitting at a desk using a laptop von Shutterstock/ Urheberrecht Ollyy

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