7 HTML5-Fakten, die ihr kennen müsst
Kommentare

HTML5 ist bei näherem Hinsehen ein alter Hut. Schon seit 1999 haben verschiedene Browser-Anbieter Vorschläge für eine Weiterentwicklung von HTML 4.01 gemacht. Angesichts auseinanderdriftender Vorstellungen dauert es eben manchmal länger, bis sich eine Technologie durchsetzt. Der HTML5-Standard wird durch das World Wide Web Consortium (W3C) entwickelt und löst schon jetzt die seit über zehn Jahren gültige Version 4 ab, beziehungsweise ergänzt diese.

Die neuen Features speisen sich aus dem technologischen Fortschritt der letzten Jahre; HTML5 bietet zahlreiche neue Möglichkeiten, Anwendungen und -Tools in die Website zu implementieren, Inhalte klarer zu strukturieren und Medieninhalte wie Videos und dynamische Grafiken auch ohne zusätzliche Plugins (wie z.B. Flash) zu präsentieren. Die Inhalte können dank CSS3 auf jedem Endgerät dargestellt werden. Wir haben die sieben wichtigsten Features zusammengefasst, die HTML5 für effizienteres Arbeiten im und mit dem WWW mit sich bringt.

1. Videos und Audio einfacher verwenden

Videos und Audio können mit HTML5 genauso einfach verwendet werden wie Bilder in HTML 4. Neben dem Element <img> gibt es zwei neue Elemente mit den Tags <video>, bzw. <audio>. Es sind keine zusätzlichen Plugins nötig. HTML-Tags müssen für eine korrekte Syntax in HTML5 übrigens nicht mehr geschlossen werden.

2. Native SQLite-Datenbanken

Jede Website in HTML5 besitzt eine eigene SQLite-Datenbank wo Daten in strukturierter Form (also maschinenlesbar) gespeichert, gelesen und verarbeitet werden können. Das neue Element namens WebStorage kommt in zwei Varianten daher; einerseits als persistenter und lokaler und andererseits als session-gebundener, flüchtiger Speicher (bis das Tab durch den Nutzer geschlossen wird).

3. Kein Flash bei dynamischen Grafiken

Ein neues Canvas-Objekt erlaubt es, hardwarebeschleunigt dynamische Grafiken und Animationen zu zeichnen. Dazu gehören auch 3D-Grafiken, was zum Beispiel bei Browser-Spielen den Umweg über Plugins wie Flash spart.

4. Geolocations

Die Geolocation sagt dem Browser/der App, wo sich der Nutzer befindet, wenn dieser dem zustimmt. Die Standortbestimmung erfolgt auf mobilen Endgeräten über das Internet und GPS. Der Wert lässt sich dann weiterverwenden, um beispielsweise POIs (Point of Interest) in der näheren Umgebung anzuzeigen, wie es Google Maps tut.

5. Elemente per Drag-and-Drop verschieben

Das Verschieben von Elementen per Drag-and-Drop ist ein weiteres, sehr bequemes Feature von HTML5, das häufig anzutreffen ist. Das Hochladen von Bilden und anderen Dateien, sowie das Personalisieren von Benutzeroberflächen passiert dadurch intuitiv und nutzerfreundlich.

6. Skalierbare Vektorgrafiken

Skalierbare Vektorgrafiken werden mit HTML5 zum Standard.

7. HTML5 für SEO

HTML5 führt neue Elemente ein, die der semantischen Definition einer Webseite dienen können, also die Seite klar strukturieren. Diese speziellen Elemente können beispielsweise Suchmaschinen wie Google sagen, wie Inhalte in bestimmten Bereichen zu bewerten sind. In HTML 4.01 hatten lediglich h1-h6-Tags und Aufzählungslisten für die Navigation ausschlaggebend für SEO (Search Engine Optimization). Unter anderem stehen jetzt folgende Elemente unter HTML5 zur Verfügung:

  • <header> definiert den Kopfbereich einer Seite (nicht zu verwechseln mit <head>).
  • <nav> definiert den Navigationsbereich.
  • <section> steht für einen Abschnitt.
  • <main> definiert den Haupt-Bereich einer Website.
  • <article> weist auf einen Artikel oder Blogeintrag hin.
  • <aside> steht für eine Seitenleiste.
  • <details> steht für ein- und ausblendbare zusätzliche Informationen.
  • <summary> definiert eine Zusammenfassung eines <details>-Bereichs
  • <figure> steht für Bilder, Diagramme und Code-Blöcke.
  • <footer> definiert die Fußleiste.

 

Aufmacherbild: Paperprint of HTML5 Code via Shutterstock / Urheber: Miha Perosa

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -