Akku Probleme: 10 Android Tipps
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Smartphone und lange Akku-Laufzeit, das passt nicht zusammen. Die Zeiten in denen ein Handy maximal einmal in der Woche an den Strom musste sind vorbei. Doch mit ein Paar einfachen Tipps und Tricks kommt man mit seinem Android Smartphone locker über den ganzen Tag.

Bildschirmhelligkeit, Kontrast und Beleuchtung

Der Klassiker unter den Akku-Fressern ist das Display. Die Bildschirme der Smartphones werden immer heller und deren Auflösung immer höher. Steht die Bildschirmhelligkeit auf der höchsten Stufe, kann man zwar die volle Bildqualität genießen, lange wird der Spaß allerdings nicht andauern. Unter Einstellungen / Anzeige / Helligkeit kann man die Helligkeit anpassen. In geschlossenen Räume reichen oft schon 30 Prozent.

Ähnlich steht es mit der Beleuchtungsdauer des Bildschirms. Diese schaltet sich bei Nichtgebrauch automatisch ab. Unter Einstellungen / Anzeige / Bildschirm-Timeout (Bsp. Galaxy S4) kann die Dauer der Displaybeleuchtung eingestellt werden. Wählt man zum Beispiel „nach 15 Sekunden“ wird der Akku es mit längerem Durchhaltevermögen danken.

Auch wenn man den Kontrast etwas reduziert, kann man die Akkulaufzeit verlängern. Unter Einstellungen / Anzeige / Weitere Einstellungen findet man diese Option. Hier wird der Bildschirm etwas abgedunkelt und die Weißtöne gleichzeitig etwas wärmer dargestellt.

Aktive Apps ausschalten

Häufig laufen eine ganze Menge Apps im Hintergrund, die man nicht mehr benötigt. Meistens hat man die Anwendungen einfach über den Home-Button verlasse ohne sie richtig zu schließen. Diese Apps belasten den Prozessor und ziehen unnötig Energie aus der Batterie. Auf den Android-Geräten kann man eine Liste aller aktiven Apps aufrufen, je nach Gerät mit dem Multitasking-Button, dem Home-Button oder der Menütaste. Aber auch das „wegwischen“ beendet die Apps nicht immer. Dafür muss man in den Einstellungen zum Anwendungsmanager navigieren und hier unter Ausführungen oder Aktiv die überflüssigen Apps schließen.

Um die besonders stromfressenden Apps ausfindig zu machen, sollte man einmal einen Blick in die Energieverwaltung werfen. Hier werden die laufenden Anwendungen einzeln nach Energieverbrauch aufgeschlüsselt. Hier kann man genau sehen, welche Programme man lieber schließen sollte, wenn man noch ein paar Stunden zu überbrücken hat. Die Energieverwaltung findet man unter Einstellungen / Optionen / Akku (bsp. Galaxy S4, Android 4.4.2).

Synchronisierungszyklus reduzieren

Alle paar Minuten werden Apps, Mails, Kontakte etc. neu geladen. Diese Synchronisation muss meistens nicht in fünfminütigen Zyklen passieren. In den Kontoeinstellungen kann man die Synchronisationszyklen auf jede Stunde oder alle zwei bis vier Stunden reduzieren. Das dürfte die Haltbarkeit des Akkus schon verlängern.

WLAN und GPS und Bluetooth ausstellen

Über das Dropdown-Menü zeigt Android die aktivierten Smartphone-Funktionen. Darunter auch WLAN, GPS und Bluetooth. Sind diese eingeschaltet, suchen sie permanent nach Netzwerken oder Senden Signale aus.

Das verbraucht eine ganze Menge Strom. Ist man also außerhalb eines bekannten WLAN-Netzes oder benötigt gerade weder Bluetooth noch Ortungsdienste, sollte man auch diese aktivieren und nur bei Bedarf wieder einschalten. Neben den genannten Funktionen gibt es, gerade bei den neueren Smartphone -Modellen, noch eine ganze Menge weiterer stromfressender Features, zum Beispiel NFC, mit denen es sich ganz genau so verhält.

2G statt 3G/LTE

Schnelles Internet ist ja schön und gut aber auch mit LTE und 3G fähige Smartphones kann man nur da mit Highspeed surfen, wo diese Mobilfunkdienste auch vorhanden sind. Hat man also 3G oder LTE eingestellt, scannt das Handy permanent die Umgebung nach den schnellen Netzen ab, ähnlich wie beim WLAN. Befindet man sich also außerhalb der Reichweite, sollte man unter Einstellungen / Verbindungen / Weitere Einstellungen / Mobil Netzwerke auf 2G Verbindung einstellen, um Akku zu sparen.

Vibrationssignale abstellen

Ein häufig unterschätzter Stromfresser ist die Vibrationsfunktion. Diese kann nicht nur beim Eingang von Anrufen und Nachrichten losbrummen sondern auch statt Tastentönen bei der Bedienung der Tastatur vibrieren. Für längere Akkulaufzeit sollte man die Vibrationssignale vollständig ausstellen. Zumindest die bei der Berührung des Bildschirms. Das geht unter Einstellungen / Mein Gerät / Ton.

Tiefenentladung des Akkus vermeiden

Früher kursierte das Gerücht, je häufiger man das Smartphone lade umso schneller würde er wieder leer, was an den begrenzten Ladezyklen der Akkus und dem sogenannten Memory-Effekt liege. Das ist mittlerweile Schnee von gestern. Die modernen Litium-Ionen Akkus kann man so oft an’s Ladekabel hängen, wie man möchte, ohne dass sich dabei die Kapazität verringert. Viel eher sollte man unbedingt darauf achten, dass die Batterie nicht tiefenentlädt.

Die meisten Handys schalten sich zwar automatisch ab, bevor der Akku komplett leer ist, aufgrund der automatischen Entladung kann man aber schnell in die Tiefenentladung rutschen, wenn man das Smartphone nicht wieder auflädt. Deshalb: Immer lieber häufiger laden als den Akku vollständig leer gehen lassen!

Aufmacherbild: WROCLAW, POLAND – AUGUST 26, 2014: Photo of a Samsung Galaxy S2 Android smartphone via Shutterstock / Urheberrecht: George Dolgikh

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