Amazon Dash: Lebensmittel aus dem Internet
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Letzte Woche hat Amazon Fire TV vorgestellt und möchte damit unsere Wohnzimmer erobern. Jetzt sind Küche und Lebensmittel an der Reihe. Der kleine Stick namens Dash soll das Bestellen von Lebensmitteln im Internet signifikant erleichtern. Er vernetzt den Nutzer mit dem Amazon-Service Fresh, der einem die gewünschten Lebensmittel direkt vor die Haustür bringt. Laut eigenen Angaben kommt die Lieferung meistens gleich am nächsten Tag.

Mit dem Dash-Stick kann man Produkt-Barcodes scannen und nachbestellen. Alternativ kann man auch verbale Bestellungen aufgeben, indem man Sprachbefehle in den Stick diktiert. Dash leitet sie in Text um und leitet die Bestellung an Amazon Fresh weiter. Hier muss der geplante Einkauf nochmal verifiziert werden, um Fehlbestellungen vorzubeugen und dem Nutzer eine Endkontrolle zu ermöglichen. Das geschieht ganz normal via Login mit dem Computer, Smartphone oder Tablet.

Seit 2007 liefert Amazon nicht nur Bücher, Elektronik und andere Gebrauchsgegenstände wie Klamotten und Haushaltsgeräte, sondern auch Lebensmittel an seine Kunden in den USA. Zunächst durften nur die Einwohner von Seattle den Lebensmittel-Service Fresh testen. Seit 2013 können auch Menschen aus Los Angeles und San Francisco ihre Lebensmitteleinkäufe via Amazon tätigen. Für sie ist der Einkaufsstick Dash gedacht. Er soll den Prozess erleichtern und das Einkaufen zu einer kinderleichten Nebensache machen. So schlägt es zumindest das Werbevideo vor, in dem ein Kind uns erklärt, wie toll der neue Stick ist und wie „kinderleicht“ er sich bedienen lässt. Wer in einer der drei amerikanischen Städte lebt und sich dafür interessiert, kann Dash einen Monat lang kostenlos testen. Danach werden 300 US-Dollar im Jahr fällig.

Wann Dash und Fresh nach Deutschland kommen, ist noch nicht bekannt Das Konzept wirft derzeit auch noch einige Fragen auf. Was passiert zum Beispiel, wenn man nicht zu Hause ist, während die Lieferung zugestellt wird? Welche Sicherheitsmaßnahmen trifft Amazon, um die Risiken, die beim Online-Einkauf entstehen, zu minimieren? Sollten Kinder wirklich unsere Einkaufslisten mitgestalten? Diese Problematiken werden im sympathischen Video nicht aufgegriffen. Es bleibt also abzuwarten, wie sich das Einkaufs-Stäbchen im Alltagstest schlägt.

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