Amazon Prime bald mit Musik-Streaming?
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Amazon stellt Prime-Mitgliedern bereits Filme und Serien auf Abruf bereit. Eventuell kommt noch dieses Jahr ein Musikstreaming-Service à la Spotify hinzu, berichtet jetzt Re/code. Laut nicht näher vorgestellten Quellen aus der Musikindustrie führe Amazon gerade Gespräche mit den großen Labels. 

In den USA kostet Amazons Prime-Service 79 US-Dollar und soll um 40 US-Dollar verteuert werden. Die Preissteigerung könnte mit dem Streamen von Musik gerechtfertigt werden. Amazon habe in den letzten Jahren sein Team für den digitalen Musikvertrieb aufgestockt und das nicht zu knapp: So soll der Handelskonzern Führungskräfte von Sony Music und Rhapsody abgeworben haben. Mit Cloud Driver und dem Cloud Player bietet Amazon bereits jetzt Musikdienste, die sich jedoch auf das Streamen von gekauften Titeln beschränken.

Die Verhandlungen laufen aber angeblich schleppend, weil Amazon die Preise drücken will. Braucht die Welt neben Spotify, Rdio, Ampya und Co. wirklich einen weiteren Musikstreaming-Dienst? Und was soll die Nutzer dazu bewegen, ihre Playlists, Favoriten, Kontakte und Follower links liegen zu lassen und plötzlich Amazons Streaming-Service zu nutzen? Peter Kafka von Re/code gibt berechtigterweise zu bedenken, dass sich Amazon doch erst mal auf die Vermarktung seines Instant Video Services konzentrieren soll, der, nebenbei bemerkt, gegen Netflix, Watchever, Maxdome und Co. wirklich zu kämpfen haben wird. Der Preis könnte alle zuvor gestellten Fragen beantworten, aber ganz ehrlich: Wenn wir wollen, dass Künstler uns auch weiterhin mit guter Musik beliefern, muss man der Preisdrückerei Grenzen setzen. Geiz ist eben nicht immer geil.

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