Amazon Prime Musik-Streaming schon im Juni?
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Amazon plant, einen Musik-Streaming-Service zum hauseigenen Prime-Angebot hinzuzufügen.

Das ist schon vor geraumer Zeit bekannt geworden. Die Verwirklichung dieser Pläne scheint nun allerdings schneller zu erfolgen, als gedacht.

Einem Bericht von BuzzFeed zufolge soll das Amazon Prime-Angebot noch im Juni oder Juli dieses Jahres um eine beachtliche Auswahl an Musik erweitert werden. Allerdings nur um solche, die bereits sechs Monate oder älter ist. Im Klartext: Wer am liebsten die Charts rauf und runter dudelt, der ist (noch) falsch bei Amazon Prime.

Was der neue Streaming Dienst bis jetzt bietet

Dass der Musik-Streaming-Service keine aktuellen Hits anbietet, hat höchstwahrscheinlich dazu beigetragen, dass Amazon so schnell mit zwei der drei größten Musiklabels – Sony Music Entertainment und Warner Music – zu einer Einigung kommen konnte. Zwar kann Amazon seinen Usern nur eine begrenzte Auswahl an Musik anbieten, die Rechte für diese jedoch zu Discountpreisen von den Labels erwerben und günstig für seine Mietglieder bereitstellen. Lediglich mit Universal Music Group konnte Amazon scheinbar bis dato noch nicht auf einen Nenner kommen.

Bereits mit der Einführung von Amazon Prime Instant Video im Februar hat Amazon den Prime-Mietgliedschaftspreis von 29 auf 49 Euro jährlich angezogen. Rechtfertigung dafür sollen das große Film- und Serienangebot sowie die bald folgenden Musikauswahl sein.

Ob sich Amazons Musik-Streaming-Service auch ohne die Hilfe aktueller Chartstürmer gegen doch sehr große Konkurrenten wie Spotify, Rdio, Ampya und Co. durchsetzen kann, ist äußerst fragwürdig. Selbst der Streaming-Gigant Youtube will noch dieses Jahr mit einem Abo-Service mitmischen. Vorteil einer Amazon Prime Mitgliedschaft ist allerdings, dass Usern nicht lediglich entweder Musik oder Filme auf Abruf bereitgestellt werden, sondern beides – und darüber hinaus das kostenlose Ausleihen von einer Auswahl an E-Books und der Versand bestellter Artikel innerhalb von nur zwei Tagen ermöglicht werden. Amazon zieht also mit einer anderen Strategie ins Feld und ist dabei immernoch günstiger als andere Video-on-Demand-Anbieter wie Watchever oder Maxdome, die beide über 100 Euro im Jahr kosten. Wer auf komplett kostenlosen Service setzt, sollte sich die legale Aternative Netzkino anschauen. Ob sich der Prime-Service durchsetzen kann, bleibt abzuwarten.

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