Android ist häufigstes Malware-Opfer
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Auf Smartphones sind häufig sensible Daten wie Passwörter und andere Zugangsdaten gespeichert. Auch Hacker wissen dies und so stellen mobile Geräte zunehmend das Angriffsfeld von schädlichem Fremdcode dar. Bereits im Juni letzten Jahres warnten Sicherheitsexperten vor der Anfälligkeit von Smartphones für Viren und Malware – im Fokus stand hier das Android OS. Denn 2012 stieg die Zahl der Viren und Trojaner, die auf Android-Geräten auftauchten, um das sechsfache im Vergleich zum Vorjahr. Wie die Sicherheitsfirma McAfee jetzt in einem Bericht bekannt gibt, bleibt Android auch 2013 das häufigste Ziel für Attacken, Zero-Day-Exploits und Datenlecks.

Insgesamt registrierte die Sicherheitsfirma fast 37.000 Viren und Malware-Fälle, von denen 95 Prozent erst innerhalb des letzten Jahres erstmals auftauchten. Zum Vergleich: 2011 deckte McAfee lediglich 792 Fälle auf. Rund 97 Prozent aller Viren wurden dabei für das Android OS programmiert. Die häufigen Angriffe auf Googles Android sind ökonomisch- und Plattform-bedingt, da es sich hier um ein relativ offenes Betriebssystem mit vielen inoffiziellen App Stores handelt. Zwar zählt Android zum weitverbreitesten Betriebssystem mit einem Marktanteil von über 51 Prozent, doch stellt sich die Frage, ob Android-Smartphones durch den gegebenen Umstand attraktiv für Unternehmen bleiben können. Den aktuellsten Zahlen Comscores zufolge verlor Android bereits Anteile an Apple, die ein sichereres Betriebssystem zur Verfügung zu stellen scheinen.

Welche Unternehmen nutzen das OS?

Citrix belegt, dass 60 Prozent aller Betriebe bei mobilen Geräten auf Apple-Produkte wie das iPhone und iPad setzen. Android kommt lediglich auf einen Anteil von 35 Prozent und verlor im Vergleich zum letzten Quartal einen Anteil von zwei Prozent. In Nordamerika und in Asien ist die Vorherrschaft von Apple mit 62 und 75 Prozent noch deutlicher. Einen Hoffnungsschimmer für Android bietet allerdings Europa, wo der Android-Anteil auf Kosten Apples um 11 Prozentpunkte auf 36 Prozent anstieg. 

In den einzelnen Branchen zeichnet sich ab, dass vor allem beim Kundenservice und in Unternehmen, die häufig in direktem Kontakt mit Kunden stehen, iOS-Devices bevorzugt werden. Unternehmen im Außendienst, wie etwa Zulieferer, nutzen hingegen häufiger Android-basierte Smartphones und Tablets. Die Hauptbranchen für Android sind Gesundheit und Transport, während vor allem Betriebe aus den Bereichen Recht, Versicherungen und Energie auf iOS setzen.

Wie schützen Unternehmen ihre Daten?

Sicherheitstechnisch verlassen sich Unternehmen häufig auf eine PIN-Verriegelung der Geräte (62 Prozent), während nur 24 Prozent das eigene Netzwerk über VPN-Verbindungen schützen. Fast ein Drittel der Unternehmen schränkt den Zugriff auf Apps oder bestimmte Funktionen ein, wie die der Kamera oder von Bluetooth. Die Apps, die am häufigsten verboten werden, sind Facebook, Angry Birds oder YouTube – Google Chrome, Evernote oder Adobe Reader werden von fast allen geduldet oder erwünscht. 

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