Android Schadsoftware weiter auf dem Vormarsch
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Android ist Marktführer im Bereich Mobile. Die dafür verfügbare Malware steigt laut Trend Micro auf mittlerweile rund 1,4 Mio. schädliche Apps.

Die Zahl an High-Risk-Apps und Malware für Android hat somit gegenüber dem letzten Quartal um 40 Prozent zugenommen. Es wird außerdem davon ausgegangen, dass sich die Zahl im Lauf dieses Jahres mehr als verdoppeln wird. Ende des Jahres 2014 soll sie demnach bei ungefähr drei Millionen liegen. 

Glaubt man den Analysen von Gartner, dass 2014 über 1. Mrd. Android Smartphones aktiviert sein werden, ist das allerdings nur ein kleiner Bruchteil. Zumindest sollten solche Meldungen niemanden verwundern, denn Blackhats, die für das Googles Mobile OS bösartige Software schreiben, erreichen eben viel mehr Nutzer, als es bei iOS oder Windows Phone der Fall wäre.

Argumente wie Apples iOS oder Windows Phone wären sicher, sind da eher weit gefehlt. Auch hier kann man sich schädliche Software einfangen. Es gibt nur einfach weniger, weil sich das Geschäft damit weniger lohnt. Ähnlich verhielt es sich schon früher mit Viren für Windows- oder Mac-Systemen. 

Folglich war es klar, dass mit der zunehmenden Verbreitung des mobilen Betriebssystems von Google und dem Aufkommen der ersten Schadsoftware im Jahr 2010, mit einem weiteren Anstieg zu rechnen ist. Es dauerte lediglich drei Jahre bis die Kriminellen die Marke von einer Millionen erreichten. Zum Vergleich lag Androids Market Share nach Analysen der International Data Corporation (IDC) Ende 2012 bereits bei 70,1 Prozent der weltweit verfügbaren Smartphones, wobei Apple lediglich einen Anteil von 21 Prozent inne hatte.

Laut Gartner sollen bis zum Jahr 2017 über 75 Prozent aller Android-Nutzer aus Schwellenländer kommen. Die Smartphone-Verkäufe im Allgemeinen sollen pro Jahr ein Zuwachs von fünf Prozent verzeichnen.

Glaubt man dem Bericht von Trend Micro gelten mittlweile 27 Prozent der erfassten Apps als „High-Risk-Apps“, die übrigen 73 Prozent sind als Malware klassifiziert. Häufig wird angeführt, dass es besonders zu einem Anstieg von Android Schadsoftware kommt, da die Möglichkeit an Apps zu kommen, durch die unabhängigen AppStores einfach vielfältiger sein.

Allerdings ist Schadsoftware häufig im Mantel prominenter Anwendungen getarnt, die nicht zwingend ausserhalb der offizillen Stores bezogen werden können. Als User sollte man genau darauf achten, wo man welche App herunterlädt. Bewertungen und das Prüfen des Developers können bereits helfen, sich nicht zwingend bösartige Software herunterzuladen. Ähnlich wie im Bereich der PC-Software sollte man Apps lediglich von vertrauenswürdigen Quellen herunterladen sowie URL und Anbieter genau überprüfen.

Zu behaupten, externe Anbieter von Apps wären generell nicht vertrauenswürdig, ist einfach nicht korrekt. So bieten mittlerweile viele Entwickler Ihre App auch außerhalb der offiziellen Stores auf ihren eigenen Seiten an, um Kosten zu sparen. Wer unsicher ist, sollte sich gegenbenenfalls erst ein mal den Download verkneifen und besonnen nach Informationen suchen, bevor einfach auf „install“ geklickt wird. Solch ein Verhalten schützt allgemein Devices vor schädlicher Software. Gemäß dem Motto: Erst lesen, dann klicken.

 

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