Apple-Chef zornig: Öko statt Profit
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Nachhaltigkeit hat seinen Preis und das können nicht immer alle verstehen, wie sich auf der Hauptversammlung der Apple-Aktionäre zeigte. Eine Gruppe von Aktionären namens National Center for Public Policy Research (NCPPR) kritisierte Apples Nachhaltigkeitsstrategie und verlangte von Cook, die Kosten für derartige Projekte offenzulegen.

Dazu zählen beispielsweise Investitionen in Solarenergie. Apple solle sich auf die Profitmaximierung konzentrieren und die Sache mit der Nachhaltigkeit nur dann angehen, wenn sie profitabel genug sind. Die Reaktion auf diese freche Forderung fiel laut einem Bericht der Website Mac Observer heftiger aus, als der NCPPR-Vertreter zu hoffen wagte.

Tim Cook sei auf die entsprechende Frage hin für seine Verhältnisse ziemlich aus der Haut gefahren. Die Weltanschauung der Gruppe könne er nicht teilen. „Wenn wir unsere Geräte für Blinde nutzbar machen, denken wir nicht an das verdammte RoI“, entgegnete Cook. RoI heißt Return of Investment und beschreibt das Verhältnis zwischen Investition und Gewinn. Cooks Körpersprache und Mimik hätten seine Aussagen unterstützt. Der Zwischenfall ist eher untypisch für Apple CEO Tim Cook. Er gilt eher als kühl und durch und durch gefasst.

„Wenn Sie wollen, dass ich in Zukunft wichtige Entscheidungen ausschließlich im Hinblick auf das RoI tätige, sollten Sie Ihre Aktien verkaufen“, schlug Cook dem Vertreter vor. Am Ende vom Tag stärkten die übrigen Aktionäre Apple und Cook den Rücken. Ein entsprechender Antrag der NCPPR wurde mit einer Zustimmung von lediglich 2,95 Prozent abgeschmettert.

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