Apple feiert 30 Jahre Macintosh
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Am 24. Januar 1984 wurde im kalifornischen Cupertino der erste Macintosh vorgestellt. Es war der Grundstein eines Aufstiegs, welcher nicht immer steil aber doch stetig dahin führte wo Apple sich heute, 30 Jahre danach, befindet: In der Mitte der Gesellschaft. 

Damals versprach ein zuvor mit dem Regisseur Ridley Scott produzierter Werbespot nicht weniger, als eine technische Revolution. Und als diese durfte man den Macintosh 128k – benannt nach der Apfelsorte McIntosh – durchaus bezeichnen. So wurde dieser zum ersten, kommerziell erfolgreichen, Personal Computer mit grafischer Benutzeroberfläche und Maussteuerung. Ob Drag and Drop oder vorhandene grafische Ordner, Dokumente, Papierkorb – heutzutage selbstverständliche Eigenschaften jedes Computers waren damals eine echte Innovation. Denn die heute anachronistisch anmutende giftgrüne Schrift auf schwarzem Grund war damals der technische Status Quo.

Jeff Raskin, intern ab 1979 mit der Umsetzung des 128k betraut, hatte eine Vision: Ein Computer sollte entstehen, den wirklich jeder bedienen könne. Dass heute Apple-Gründer Steve Jobs, erst 1981 in das Macintosh 128k Team gekommen, gemeinhin als Erfinder des Geräts gehandelt wird, passt zur ambivalenten Geschichte des Macintosh. Denn obwohl das Gerät bereits nach vier Monaten 70.000 Mal zum Einzelpreis von 2495 Dollar verkauft wurde, stagnierten die Verkäufe danach recht schnell. Es hatte nämlich einen großen Mangel: Es besaß im Vergleich zur Konkurrenz von IBM zu wenig Rechenleistung unter der schick designten Haube. 

Was folgte, waren Jahre der finanziellen Unsicherheit und des Nischen-Daseins. Steve Jobs wurde bereits 1985 von Sculley ausgebootet und Apple verschwand über Jahre von der großen medialen Bildfläche. Gegen den von Bill Gates geführten Konkurrenten Microsoft hatte man über Jahre keine echte Konkurrenzfähigkeit erreichen können. Erst Mitte der 90er, mit der Rückkehr von Steve Jobs und der Markteinführung des vom heutigen Designchef Jony Ive gestalteten ersten IMac’s im Jahr 1998, konnte man sich aus der langjährigen Talsohle befreien. 

Das Unibody-Gehäuse und das attraktive Design führten zur Renaissance des Unternehmens aus Cupertino. Weltweit waren Designbüros und Werbeagenturen in den Folgejahren gepflastert mit den bunten iMac- und iBook-Modellen sowie dem bis heute kontrovers diskutierten G4 Cube.

In den letzten Jahren folgte mit dem iPod (2001), dem Mac mini (2005) und dem iPhone (2007) eine stetige Erweiterung der Produktpalette und damit auch ein wachsender finanzieller Erfolg. Wer sich die ganze Geschichte des Macintosh 128k und seiner Nachfolger noch einmal in Ruhe anschauen will, kann dies auf der von Apple eigens für das Jubiläum erstellten Website tun. Wir gratulieren recht herzlich und hoffen auch in den nächsten Jahren auf weitere zukunftsweisende Produkte aus dem Hause Apple.

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