Apple sc(r)ollt mit den Augen – Das Samsung Galaxy S4 ist da!
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Das Geheimnis um das Samsung Galaxy S4 ist gelüftet: Gestern Abend wurde das neue Android-Flaggschiff-Smartphone in einem offiziellen Unpacked Event in der Radio City Music Hall in New York der Weltöffentlichkeit präsentiert. Kurz gesagt hat das Samsung Galaxy S4 alles an Bord, was die aktuelle Mobile-Technologie vorweisen kann. Es könnte nicht zuletzt deswegen ein scharfer Konkurrent für das aktuelle iPhone 5 werden.

Am Design hat sich wenig getan: Es besteht immer noch überwiegend aus Kunststoff. Die wahren Stärken des neuen des Gerätes verbergen sich unter der Oberfläche: Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist das S4 mit 136,6 x 69,8 x 7,9 Milimetern knapp einen Milimeter schlanker und um 130 Gramm leichter. Das 5 Zoll große Full-HD-Super AMOLED-Display kommt in einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und 441ppi daher. Ein Rekord, denn damit ist es noch schärfer als das iPhone 5, das „nur“ 326 ppi aufweist.

samsung galaxy s4

Quelle Screenshot: YouTube

Neue Features

Abgesehen von der verbesserten Hardware weist das Samsung-Flaggschiff auch neue Features auf, die bei seinen Nutzern für „angenehmes Augenrollen“ und bei den Mitbewerbern für Kopfschmerzen sorgen dürfte.

Smart Scroll, Smart Pause und Grou Play

Smart Scroll ein Feature, das dafür sorgt, dass der Nutzer mit einem Blick nach unten auf Webseiten scrollen kann. Das klingt zunächst wie Science Fiction, ist aber nur eine logische Weiterntwicklung des Vorgänger-Feautures Smart Stay, das per Gesichtserkennung dafür sorgt, dass das Display nicht ausgeht, solange es von einem Nutzer betrachtet wird.

Ein weiteres Feature, das auf Smart Stay aufbaut, ist Smart Pause: Wenn sich der Nutzer ein Video ansieht und plötzlich sein Gesicht von dem Gerät abwendet, pausiert der Film, und startet wieder, sobald der Nutzer es wieder betrachtet. Wie gut diese Features allerdings in der alltäglichen Nutzung funktionieren, werden erst die Tests zeigen.

Erwähnenstwert ist auch das Feature „Group Play“, mit dem Ad-Hoc-Netzwerke durch NFC aufgebaut werden können.

Air View und Air Gesture

Dank der Features Air View und Air Gesture kann das Gerät auch ohne direkte Berührung bedient werden. Es reicht, wenn die Finger über dem Gerät gleiten und das Smartphone kann damit auch mit Handschuhen bedient werden. Ganz neu ist diese Technologie allerdings nicht, Sony hat das sogenannte Floating Touch bereits im Xperia sola eingesetzt. Dort zeigte sich jedoch, dass es ein wenig Übung bedarf, bis man ein Gefühl für die berührungslosen Gesten entwickelt.

Drama Shot, Ersaer und S Translator

Die die Kamera bietet zwei interessante neue Features wie den Drama Shot, mit dem in vier Sekunden 100 Bilder aufgenommen werden können oder den Eraser, mit dem man Teile eines Bildes löschen kann. Mit dem S Translator hat das Samsung Galaxy S4 ein Übersetzungsprogramm an Bord, das auch offline funktionieren soll.

samsung galaxy s4

Quelle Screenshot: YouTube

Prozessor, Grafik und Speicher

Das S4 hat einen Octa-Core Exynos Prozessor an Bord. Dieser besteht aus zwei Quad-Core-Clustern, die miteinander verbaut wurden. Dabei kommen jeweils ein Cortex-A15-Quad-Core-Prozessor mit einer Taktung von 1,6 und ein Cortex A7-Quad-Core-Prozessor mit 1,2 GHz zum Einsatz. Der zweite Prozessor hilft aus, wenn das S4 besonders viel Rechenarbeit leisten muss.

Die eingebaute PowerVR SGX 544MP3 GPU trifft man auch beim iPhone 5 mit einer niedrigeren Taktung an. Und der Arbeitspeicher des S4 beträgt nun stolze 2 Gigabytes RAM; doppelt soviel wie beim S3. Das Samsung Galaxy S3 ist in den drei Speicherausführungen mit jeweils 16, 32 und 64 GB erhältlich. Der Speicherplatz kann mit einer microSD-Karte um 64 GB erweitert werden.

Kamera

Auch bei der Kamera hat Samsung eine Schippe draufgelegt: Das Gerät hat auf der Rückseite eine Kamera mit einer Auflösung von 13 Megapixeln. Im Vergleich dazu hatten das S2 und das S3 8-Megapixel-Kameras. Auch die Auflösung der Frontkamera ist von 1,9 auf 2 Megapixel angestiegen.

Akku und Betriebssystem

Die Kapazität des Akkus beträgt nun 2.600 mAh und ist damit um 500 mAh höher als beim Vorgänger. Er ist NFC-fähig, aber das war sein Vorgänger auch schon. Wohlgemerkt weist auch das aktuelle iPhone immer noch keine NFC-Technologie auf. Wie nicht anders zu erwarten war, kommt als Betriebssystem Android 4.2.2 alias Jelly Bean Sandwich mit Touchwiz UX zum Einsatz.

Konnektivität

Hier bietet das Samsung Galaxy S4 folgendes: NFC, Wi-Fi-Direktverbindung, Wi-Fi-Hotspot, Bluetooth 4.0, DLNA, HSPA+ (mit Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 21 MBit/s), WLAN (802.11 a/b/g/n), DLNA sowie globalen LTE-Support und einen MHL-kompatiblen USB-Anschluss.

Fazit

Samsung hat mit dem Galaxy S4 die Messlatte für alle Smartphones, die in diesem Jahr auf den Markt kommen werden, recht hoch gelegt. Mit dem Octa-Core-Prozessor-Cluster, dem hochauflösenden Display, und den teilweise sehr interessanten neuen Features wie das Smart-Scroll (sofern es denn tatsächlich so fließend funktioniert, wie es auf der Präsentation angekündigt wurde), könnte Samsung neue Kunden gewinnen.

Allerdings hat sich beim Design des Gerätes nicht viel geändert: Das hochwertige Innenleben drückt sich leider nicht in der Optik des Gerätes aus, weswegen wohl besonders Design-liebende Geeks immer noch eher zum iPhone 5 tendieren, obwohl es von der Ausstattung her vom S4 weit übertroffen wurde. Spannend bleibt die Frage, was sich Apple in diesem Jahr einfallen lassen wird, um den Anschluss nicht zu verpassen. Denn während Samsung NFC bereits beim Vorgänger des S4 eingeführt hat, warten Apple-User immer noch auf diesen Übertragunsstandard.

Samsung Galaxy S4 – das sagt die Presse

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