Apple veröffentlicht Anzahl der Regierungsanfragen – auch deutsche Accounts betroffen
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Der NSA-Spähskandal sorgt weltweit für Furore. US-Internetkonzerne sind verunsichert und fürchten wirtschaftliche Einbußen, sollten sich Nutzer aus Angst, abgehört zu werden, von ihren Dienstleistungen und Services abwenden. Google-Chef Eric Schmidt äußerte sich empört über die Methoden der NSA und unterstellt sogar illegale Praktiken.

Um sich von der Neugier aller Geheimdienste und Regierungen zu distanzieren, hat Apple nun einen Bericht mit Zahlen über weltweite Anfragen zu Kunden- und Gerätedaten veröffentlicht.

In Deutschland sollen immerhin 93 Accounts von Behörden angefragt worden sein. Die gefordeteren Daten seien Apple-IDs, Kreditkartendarten und Telefonnummern gewesen. In sechs Prozent der Fälle will Apple nach eigenen Angaben Auskunft gegeben haben. Darüber hinaus gab es 2.156 Anfragen zu spezifischen Geräte-Daten, also wo und wann ein iOS-Gerät aktiviert wurde und welche IMEI- oder Seriennummer es hat. Hierbei soll es sich speziell um Anfragen zur Aufklärung eines Diebstahls gehandelt haben. In 86 Prozent der Fälle gab Apple die erforderlichen Daten heraus.

Ein wenig überraschend ist dennoch die hohe Zahl solcher Anfragen, da Deutschland damit weltweit an zweiter Stelle steht. Nur in der USA gab es mit 3.542 Anfragen einen höheren Wert.

Den vollständigen Bericht findet Ihr hier.

Aufmacherbild: 1000 Words / Shutterstock.com

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