Apple vs. Google: iCloud-Tabs oder doch lieber Chrome?
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Apple und Google konkurrieren in vielerlei Hinsicht. Da jedoch die meisten Features, mit denen die beiden um die Gunst der Nutzer buhlen, sehr ähnlich sind, entscheidet man sich vor allem aufgrund der Kleinigkeiten für eines der beiden Systeme. Eine dieser Kleinigkeiten ist die Synchronisierung geöffneter Browser Tabs zwischen verschiedenen Geräten über die Cloud. Besonders praktisch, wenn man von unterwegs weitersurfen will:

Bei Apple heißt diese Funktion iCloud-Tabs und funktioniert über den Safari Browser. Voraussetzung für eine funktionierende Synchronisation ist Safari 6 auf dem Mac mit OS X 10.8 alias Mountain Lion oder iOS 6 auf den mobilen Geräten, etwa iPad und iPhone.

lesezeichen
Über die iCloud werden geöffnete Tabs und die Lesezeichen synchronisiert.

Hat man diese Voraussetzungen erfüllt, ist der Rest ganz einfach. Man öffnet eine oder mehrere Seiten auf dem iPad und kann nach Schließen des Browsers auf dem iPhone weiterlesen. Wichtig ist, das die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind und dass man dieselbe iCloud ID zum Synchronisieren der Tabs verwendet. Zudem muss Safari unter Einstellungen > iCloud aktiviert sein.

Wichtig: Safari muss auf einem der beiden Geräte geschlossen werden (nicht unbedingt beendet, d.h. Home Button drücken reicht aus), da die Synchronisation erst dann startet, sobald das Gerät gesperrt wurde. 

icloud-Tabs
Unterwegs weiterlesen: Die iCloud-Tabs auf dem iPad.

Google synchronisiert geöffnete Tabs über den Chrome Browser. Hierzu meldet man sich in den jeweiligen Chrome Browsern mit derselben Google-Mail-Adresse an und schon kann man zwischen den einzelnen Geräten hin und her synchronisieren. Im Gegensatz zu Apple hat Google auch einige praktische Features parat. Zum Beispiel lassen sich über die Desktop-Erweiterung Chrome to Mobile geöffnete Webseiten wie von Zauberhand auf das Smartphone rüber beamen. Die Synchronisation an sich funktioniert auch besser als bei Apple, da es nicht notwendig ist, die einzelnen Browser zum Syncen zu schließen. Man könnte also auch mit mehreren Personen parallel mit denselben Tabs arbeiten.

chrome

Google macht es schöner und bietet mehr Features.

Der größte Vorteil an Googles Variante ist aber die sehr einfache Einrichtung: Sobald man sich nämlich in Chrome mit seinen Zugangsdaten angemeldet hat, funktioniert alles einwandfrei. Das ginge auch mal im Urlaub oder am Rechner bzw. Tablet des Kollegen. Mit Apples iCloud geht das nicht. Schließlich müsste man vorher die iCloud-Einstellungen des Kollegen (falls vorhanden) löschen und seinen eigenen Zugang einrichten. 

Auf dem Desktop ist man ebenfalls sehr eingeschränkt, da es Safari 6 nur für die aktuellen Macs gibt. Während Google also nahezu jede Plattform unterstützt, schaut man bei Apple mit einem Windows-PC oder einem alten Mac in die Röhre. 

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