Apple will Datenbrille à la Oculus Rift
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Der Konkurrenzkampf in der IT-Welt ist spannender denn je. Jeden Tag gibt es neue Entwicklungen rund um das Kräftemessen der großen Player der IT-Branche. Apple, in der Steve-Jobs-Ära oft Vorreiter in Sachen Innovation, ist immer öfter stiller Beobachter, der erst einmal die Konkurrenz machen lässt, um dann nachzuziehen.

Die Welt kann sich noch an Facebooks Schachzug in Richtung Virtual Reality erinnern – die Oculus-VR-Übernahme. Damals hagelte es Kritik von allen Seiten, ja sogar Morddrohungen für die Macher der 3D-Brille. Bei fast jedem Deal, den die Social-Media-Plattform abschließt, bleibt ein großer Aufschrei meist nicht aus. Facebook kaufe sich Know-how, anstatt im Schweiße seines Angesichts an Innovationen zu arbeiten. 

Apples Ansatz ist ein anderer. Apple handelt still und leise.

Scheinbar will Apple auch in den Virtual-Reality-Markt einsteigen und hat in den USA einen Patenantrag auf eine Datenbrille angemeldet. Das ehemalige Kickstarter-Projekt Oculus Rift ist schon längst bekannt. Die technischen Zeichnungen des nun veröffentlichten Patentantrages von Apple auf das sogenannte „Head Mounted Display“ für Video und 3D erinnern sehr stark an die nun von Facebook übernommene Datenbrille.

Apples „Head Mounted Display“ soll, dank aufwendiger Technik nicht nur Inhalte in stereoskopischem 3D anzeigen, sondern auch die eventuell vorhandene Sehschwäche des Trägers ausgleichen können. In dem Abstrakt des Patents heißt es:

In some embodiments, the goggle system may include data processing circuitry operative to adjust left and right images generated by the optical components to display 3-D media, or account for a user’s eyesight limitations.

Apples 3D-Brille soll Inhalte drahtlos übertragen und an den Rechner, Mac, Smartphone oder Fernseher angeschlossen werden können. Der Träger des „Head Mounted Displays“ wird, wie bei der Oculus Rift auch, vollkommen von der Außenwelt abgeschirmt.

Apple sichert sich öfter Mal Patente für Ideen, die vielleicht nie umgesetzt werden. Auch im Bereich der Virtual-Reality besitzt das Unternehmen bereit das eine oder andere Patent. Ziel ist es, sich für den Fall der Fälle Ideen schon mal gesichert zu haben, um dann die Entwicklungen bei der Konkurrenz zu beobachten und im richtigen Moment reagieren zu können. Ob dann tatsächlich ein entsprechendes Produkt auf dem Markt erscheint, ist eine andere Frage.

Es ist also nicht überraschend, dass gerade jetzt, nachdem Facebook Oculus VR übernimmt, Apple den Patentantrag für Head Mounted Display anmeldet. 

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