Apples iBeacon: frischer Wind für Spieleentwickler?
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Apples innovative Standortbestimmungssoftware iBeacon könnte auch in der Mobile-Gaming-Industrie zum Einsatz kommen und die Position des Players ins Spielgeschehen integrieren. 

Bereits im Juni letzten Jahres hatte Apple iBeacon, seine Geheimwaffe für Location Based Marketing, auf dem WWDC vorgestellt, ein Bluetooth-basierte Technologie zur genauen Standort-Bestimmung. Diese erlaubt Smartphone-Besitzern mittels einer iBeacon-fähigen App Verbindung zu Bluetooth-Modulen, den Beacons, aufzunehmen. Der große Vorteil von iBeacon gegenüber dem Konkurrenten NFC – Apples Software nutzt den Bluetooth-Low-Energy Standard (BLE) und schont somit den Akku. 

Bislang war iBeacon vor allem für den Einsatz in Geschäften geplant. Bestimmt man die aktuelle Position und die Bewegung des Einkäufers, kann dieser beispielsweise ortsbezogene Sonderangebote bekommen und diese unmittelbar nutzen. Die Apple Retail Stores in den USA nutzen iBeacon bereits, auch bei Macy’s wird diese als Pilotprojekt angewandt. In den kommenden Jahren soll die Technologie verstärkt eingesetzt werden. Selbst bargeldloses Bezahlen soll mithilfe von iBeacon realisiert werden. 

Der Einsatzbereich des iBeacon könnte zukünftig auch die Spielindustrie miteinschließen. Momentan sind die Spieleentwickler lediglich auf den GPS-Chip des Smartphones für Standortbestimmung angewiesen. Im Freien mag das noch gut funktionieren, in geschlossenen Räumen stößt die GPS-Technologie sehr schnell an ihre Grenzen. Mit iBeacon eröffnen sich hier ganz neue Möglichkeiten, so Dave Bisceglia (CEO von The Tab Lab) gegenüber recode.net. Dank der iBeacon-Transmitter, die im Raum aufgestellt werden, könnte die Ortung auch innerhalb von Gebäuden einwandfrei funktionieren. 

Derzeit wird die iBeacon-Version von Tiny Tycoons getestet. Dank der Standortbestimmungssoftware haben Spieler die Möglichkeit, bestimmte existierende Orte virtuell einzunehmen und zu kaufen. Im Demonstrationsvideo zu der Testversion von Tiny Tycoons betritt der The Tab Lab-Chef eine Starbucks-Filiale, wo bereits ein anderer Mitarbeiter ein iBeacon-Signal simuliert. Bisceglia bekommt beim Betreten des Cafés ein Signal auf sein Smartphone, dass diese Filiale bereits einen Besitzer hat. Diesem kann man im Rahmen des Spiels ein Angebot machen und das Café abkaufen. 

Es zeigte sich bereits, dass iBeacon über ein enormes Potenzial verfügt und Vorteile für Location Based Marketing und Mobile Payment bietet. Nun bleibt abzuwarten, ob auch die Spielindustrie die Software für sich entdecken wird.

 

Aufmacherbild: USB connection button Foto via Shutterstock / Urheberrecht: Yuriy Vlasenko

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