„Apples iPhone wird scheitern“ – Wie sich Analysten irren können
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Es ist fast jedes Mal das gleiche: Apple bringt ein neues iPhone heraus und vermeintliche Experten prognostizieren einen Flop gigantischen Ausmaßes. Die sich stets wiederholenden Untergangsprophezeiungen waren teilweise so dramatisch, dass Apple schon mehrere Male hätte bankrott gehen müssen.

Durch Zufall sind wir kürzlich auf eine Analyse von Bloomberg aus dem Januar 2007 gestoßen. Betitelt „Apple iPhone Will Fail in a Late, Defensive Move“ ist der Beitrag ein perfektes Beispiel dafür, wie sehr sich Analysten irren können. Das wir uns nicht falsch verstehen: Er war damals nicht der einzige, der sich rückblickend komplett geirrt hat. Kaum jemand hatte damals den gigantischen Erfolg des iPhones vorausgesehen, erst recht nicht die Tatsache, dass erst das iPhone die Mobile Revolution einleiten würde. Doch aus heutiger Sicht sind Lynns krude Prognosen, und die Überzeugung mit der er sie vertritt, ein kurzweiliger Lesespaß.

Die Fehleinschätzungen reichen von „Nokia und Motorola werden angesichts des iPhones kaum nervös werden“ über „das iPhone ist nicht mehr als ein Luxusspielzeug, das nur wenigen Gadget-Freaks gefallen wird“ bis hin zu „die Wirkung des iPhones auf die Mobile-Industrie ist kaum relevant“.

Lynn prognostiziert weiter, dass Apple zu spät dran sei: Es gäbe schon zahlreiche große Unternehmen, die den Telefonmarkt dominierten. Deswegen müsse Apple hart um Marktanteile kämpfen.

Darüber hinaus habe Apple Probleme mit anderen Firmen zusammenzuarbeiten. Das sei aber unerlässlich, denn schließlich müsse man mit den großen Mobile-Providern zusammenarbeiten, um Erfolg zu haben.

Als weitere Gründe für ein Scheitern sieht Lynn, dass die Konkurrenz die Provider davon abhalten werde, iPhones anzubieten. Und: Das iPhone sei ein defensives Produkt, das darauf abziele, den iPod zu beschützen. Und defensive Produkte funktionierten nie.

Am Ende schließt Lynn folgendermaßen:

Apple will sell a few to its fans, but the iPhone won’t make a long-term mark on the industry.

Wie man sich täuschen kann…

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