Auf unbestimmte Zeit: Kein Firefox mehr für iOS
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Auf dem South-by-Southwest-Festival (SXSW) in Austin Texas bestätigt Mozilla erneut, dass Firefox nicht zurück auf iOS kommen wird, bis Apple sein Verhalten gegenüber Drittanbieter-Browser ändert.

Seit September 2012 ist Mozilla Firefox Home nicht mehr in Apples App Store verfügbar. Das war eine bewusste aber auch riskante Entscheidung von Vice President of Product Jay Sullivan. Während des Browser-Krieg-Panels auf der SXSW begründet Sullivan gegenüber CNET Reporter Seth Rosenblatt diesen Schachzug. Gemeinsam mit Mike Taylor von Dolphin und David Dehgan, leitender Software-Architect bei Opera, ist man sich einig, dass Apples restriktives Verhalten gegenüber Drittanbieter-Browsern dem Wettbewerb schadet.

Sullivan führte als Hauptargument die Einschränkung des Nutzers duch Apples geschlossene Umgebung an. Auch das Publikum wurde während des Panels befragt, ob es durch die Einschränkung leidet. Trotz der Mehrheit an anwesenden iOS-Nutzern hoben sich nur wenige Hände. Schon lange werden Vor- und Nachteile von Insellösungen in der Techszene diskutiert. Für Nutzer stehen die Zuverlässigkeit und Usability im Vordergrund. Für Technologie-Enthusiasten die Offenheit der Systeme. Apples Safari die Stirn zu bieten, bei einem Marktanteil von 55 Prozent, scheint mehr als riskant. Allerdings positioniert sich Mozilla auch mit Firefox OS .

Diesmal haben eben die iPhone-User das Nachsehen. Das sich nicht viele iOS-Nutzer dafür interessieren, scheint offensichtlich. Open-Source-Verfechtern ist Apples Verhalten nach wie vor ein Graus. Solange die Mehrheit der User im Apple-Universum zufrieden ist, wird sich wohl nicht all zu viel ändern. Bedauerlich.

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