Auktionshaus Catawiki sammelt 10 Millionen Euro
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Das speziell auf Sammlerobjekte ausgerichtete Online-Auktionshaus Catawiki hat in einer zweiten Finanzierungsrunde zehn Millionen Euro für weitere Unternehmensprojekte erhalten. Neben dem Berliner Inkubator Project A Ventures ist auch der niederländische Internet-Unternehmer Willem Sijthoff mit von der Partie.

High End Auktionshaus für Profis und Sammlerfreunde

Der Fokus des Unternehmens liegt anders als beim Wettbewerber ebay auf Auktionen seltener Stücke wie Comics, Briefmarken oder Kunstwerke und der Pflege eines Sammlerkatalogs. Hier gibt es keinen Sofort-Kauf, sondern Käufer und Verkäufer verhandeln über den Preis im Austausch. „Wir sind eine fokussierte Website“, sagt Catawiki-Mitgründer René Schoenmakers gegenüber Techcrunch – „Mit einem Team von Auktionatoren wollen wir Menschen ein besonderes Ereignis bieten, die sich mit Ausnahmeobjekten und Sammlerstücken auseinandersetzen“. Mit dem neuen Investment will das Unternehmen zunächst das Geschäft in Europa ausbauen, weitere spezialisierte Auktionen sollen hinzukommen, neue professionelle Auktionatoren sollen gewonnen und verstärkte Marketingmaßnahmen eingeleitet werden.

Catawiki bekommt in Europa immer mehr Zuspruch

Die Sammler-Community Catawiki wächst rasant und spricht selbst von etwa 200.000 angemeldeten Usern, die wöchentlich an etwa 40 Auktionen teilnehmen. Das klingt im Vergleich zu ebay zunächst lapidar – doch das Konzept spricht eine Zielgruppe an, die bereit ist, mitunter viel Geld für lang ersehnte Einzelstücke zu zahlen. Und das Umfeld wirkt vergleichsweise seriöser als beim Wettbewerber. Ein internationales Publikum soll die Auktionen besuchen, heißt es auf der Fimenseite. Darunter seien „spezialisierte Auktionatoren“, die die Auktionen begleiten, womit ein hochwertiges Angebot garantiert werden könne.

Catawiki bietet gestaltbaren Sammlerkatalog

Insbesondere der von Catawiki angebotene Sammlerkatalog, der von Nutzern für Nutzer im gemeinsamen Projekt erstellt und gepflegt wird, dürfte viele Sammelbegeisterte locken. Denn hier kann jeder selbst seine Sammlung präsentieren, in Kontakt mit anderen treten und sich über den Wert der jeweiligen Kostbarkeit austauschen. Das Angebot ist kostenlos. Wer aber selbst an Auktionen mitwirken will, muss bereits sein, tiefer in die Tasche zu greifen: Verkäufer zahlen 12,5 Prozent ohne Mehrwertsteuer pro verkauftem Artikel, Käufer 7,5 Prozent. Wenn das Angebot stimmt, die Auktionen professionell und reibungslos ablaufen und die Freude in den Augen des glücklichen Sammlers zu erahnen ist, darf man für einen Internet-Auktionsdienst wie diesen ruhig mehr ausgeben. 

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