AVG Privacy Fix: das verdienen Google, Facebook und LinkedIn mit deinen Daten
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Dass bei Facebook, Google und Co. aufgepasst werden muss, welche Informationen preisgegeben werden, ist allgemeinhin bekannt. Persönliche Daten werden nicht nur gespeichert und überwacht, sondern auch verkauft. Soweit ist das mittlerweile eigentlich jedem klar. Doch wie hoch die jährlichen Verdienste der Plattformen dann tatsächlich sind, lässt sich nur mutmaßen.

Das Browser Add-on AVG Privacy Fix kann allerdings eine mutmaßliche Summe errechnen, die die Dienste Google, Facebook und LinkedIn mit den eigenen persönlichen Daten verdienen – lässt einen allerdings nach dem Einsehen der Zahlen nicht im Regen stehen, sondern dient danach als hilfreiches Tool, was das Ändern der Privatsphäre–Einstellungen angeht.

Da sich Privacy Fix kostenlos zum Browser hinzufügen lässt, habe ich es mir heruntergeladen. Schließlich war ich überaus neugierig, wie viel Geld mein Internetpersona den Diensten denn nun einbringt – und ich muss sagen, ich war mehr als schockiert. Facebook verdient 11,60 Euro jährlich mit meinen Informationen, Google dagegen ganze 39,83 Euro.

fb wert

Screenshot: privacyfix.com

google wert

Screenshot: privacyfix.com

Hochgerechnet auf die Nutzerzahlen dieser Dienste entsteht eine Summe, für deren Errechnung ich definitiv einen Taschenrechner zurate ziehen müsste. Und nun?

Neben dem ernüchternden Fazit des Browser-Tools werden einzelne Punkte angezeigt, die dabei helfen können, die Privatsphäre weitergehend zu schützen.

So stellt Privacy Fix beispielsweise fest, dass meine Facebook-Chronik über Suchmaschinen wie Google zu finden ist. Durch einen einfachen Klick auf „Lösungen“ werde ich in die Tiefen meiner Facebook-Einstellungen weitergeleitet. Auf der Seite ist sogar der wichtige Teil, der Einstellungen hervorgehoben, während der Rest der Seite grau hinterlegt dargestellt wird. Zu übersehen ist da eigentlich nichts mehr. Und schon habe ich meine Informationen für Google blockiert.

fb hronik

Screenshot: facebook.com/settings?tab=privacy&section=search&view

Und so werde ich dann Schritt für Schritt durch die wichtigen Privatsphäre-Einstellungen der einzelnen Plattformen geleitet. Entziehe vor langer Zeit installierten Facebook-Anwendungen sämtliche Berechtigungen, deaktivieren meinen Suchverlauf bei Google und schalte Tracking-Cookies aus. 

Selbstverständlich kann ich all diese Einstellungen auch ohne das Tool ändern, allerdings habe ich mit dessen Hilfe sehr viel Zeit gespart, denn die Einstellungen werden gerne mal von den Diensten versteckt – schließlich haben sie wenig Interesse daran, dass ihnen die User die Einnahmen verringen. Außerdem war mir der schockierend hohe, durch meine Informationen entstandene Profit der Unternehmen dann letzendlich ein guter Ansporn, die Dinge endlich mal anzupacken.

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