Avuba: Girokonto für Smartphones und Co. [Startup Interview]
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Die Gesellschaft wird immer digitaler und viele von uns wickeln ihre Alltagsgeschäfte über mobile Endgeräte ab. Während die Technologie weiter voranschreitet, hinken klassische Institutionen wie Banken hinterher und schaffen es nicht immer, am Lebensstiel Ihrer Kunden anzuschließen.

Wir haben uns heute mit Carl-Christian Bruns von Avuba unterhalten. Das Startup bietet ein Girokonto an, bei dem die mobile App eine zentrale Rolle spielt.

 

WebMagazin:  Erkläre uns doch bitte das Prinzip von Avuba, wie funktioniert Eure Idee?

Jonas: Wir glauben, dass das Angebot auf dem Girokonto Markt weit hinter dem zurück liegt, was heutzutage möglich ist. Es gibt keine Bank, die sich von Grund auf an den Bedürfnissen Ihrer Kunden orientiert und die heutigen technologischen Möglichkeiten voll ausschöpft.

Warum brauchen wir im heute noch Papier-TANs? Warum müssen wir dafür bezahlen bei „fremden“ Automaten abzuheben? Warum sind Web- und Mobile-Oberflächen so unübersichtlich gestaltet? Diese und viele andere Fragen sind es die uns antreiben Avuba zu entwickeln. 

Unser Ziel ist es, das tägliche Banking radikal zu vereinfachen: Unterwegs in wenigen Sekunden Geld an Kontakte senden soll genau so einfach sein wie gemeinsam mit Freunden Rechnungen zu bezahlen oder den Kontostand einzusehen.Eine saubere, visuelle Übersicht der Ausgaben und Echtzeit-Benachrichtigungen über Kontoaktivitäten sollen einfache, klare Einsicht in die Finanzen ermöglichen.

Außerdem sollte Bargeld abheben weltweit gratis sein, was bisher leider immer noch nicht alle Banken tun. Nicht zuletzt sollte Deine Bank auch Deine Sprache sprechen und auf unnötige Bürokratie verzichten. All dies und mehr werden wir mit Avuba verwirklichen.

Kurzum: Wir bieten ein sinnvolles, einfaches Girokonto an, dessen Herzstück eine schöne, einfache und innovative Mobile App ist. 

 

WebMagazin: Wo steht Ihr bei der Entwicklung von Avuba gerade und wie finanziert Ihr Euch? 

Jonas: Das Produkt wird in Kürze Marktreif sein. Wenn es soweit ist, werden wir mit einer kleinen Nutzerzahl starten und langsam wachsen. Wenn’s ums Geld geht werden Freischüsse eher ungern vergeben, und wir wollen sicherstellen, dass wir ein vertrauenswürdiges, sicheres Produkt auf den Markt bringen.

Wir haben glücklicherweise reges Interesse von Investoren und konnten diverse Business Angels von Avuba überzeugen. Wir sind aber auch schon wieder auf der Suche nach der nächsten Finanzierung.  

 

WebMagazin: Was macht Avuba besonders, wer sind Eure Mitbewerber und was unterscheidet Euch vom Rest?

Jonas: Avuba macht vor allem die Tatsache besonders, dass wir ein junges Team mit flachen Hierarchien sind. Wir haben dadurch die Möglichkeit flexibel zu agieren und Innovationen schneller als jede andere Bank an den Markt zu bringen. Unsere Hauptwettbewerber sind klassische Banken: DKB und Com.Direkt, aber natürlich auch die Sparkasse oder die Deutsche Bank. In der Startup Szene tut sich auch einiges.

Es gibt einige Banken die schon mit mobilen Konzepten aufwarten, allerdings sehen wir bisher keine einzige Bank, die alles richtig macht. Anbieter wie Figo oder iOutbank haben den Ansatz eine Art Meta-App für existierende Konten abzubilden. Wir glauben nicht an diesen Ansatz, da er die eigentlichen Probleme bei den Banken löst, sondern nur das Management der existierenden Konten in eine App verlagert. Deswegen bieten wir direkt das ganze Girokonto an um den gesamten Prozess kontrollieren zu können.

 

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler Eures Monetarisierungskonzepts, wie verdient Ihr Geld?

Jonas: Jeder, der sich für ein Avuba Konto interessiert, kann es kostenlos testen. Wer das Konto richtig nutzen möchte, zahlt eine geringe monatliche Gebühr – wie hoch sie genau sein wird, ist noch nicht final entschieden. Außerdem verdienen wir, wie jede Bank, daran wenn ein Kunde beim Händler zahlt.

Händler zahlen bei Annahme von Kartenzahlungen eine sogenannte „Interchange Fee“ für die Abwicklung der Bezahlung. Hiervon nehmen wir einen kleinen Prozentsatz. Darüber hinaus denken wir auch über andere Möglichkeiten der Monetarisierung nach.

 

WebMagazin: Wie seid Ihr auf die Idee von Avuba gekommen, und was habt Ihr vorher gemacht? 

Jonas: Jonas Piela hat zuvor ein erfolgreiches Online-Marketing-Unternehmen namens Suxeedo aufgebaut wo er das Link-Building Tool Sauercrowd entwickelte. Die Idee zur Gründung von Avuba kam vor allem durch die Unzufriedenheit mit dem Marktangebot und dem Wunsch nach einer Lösung, die den heutigen technischen Möglichkeiten gerecht wird.

 

WebMagazin: Was sind Eure nächsten Meilensteine, und was wollt Ihr in den kommenden sechs Monaten erreichen?

Jonas: Der nächste Meilenstein wird die Fertigstellung unseres Produkts und die darauf folgende Nutzer Akquise sein. Wenn wir beweisen können, dass wir Menschen für Avuba begeistern können, werden wir leichter eine Finanzierung sichern können und Avuba anfangen zu skalieren.

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