Bankdaten gestohlen: Microsoft und FBI bekämpfen Citadel Botnet
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Unter dem Codenamen Operation b54 arbeitete die Microsoft Digital Crimes Unit mit Vertretern des Finanzsektors und des FBI zusammen, um 1.400 Computer des Citadel Botnets lahm zu legen. Damit sei Citadel zwar noch nicht komplett zerstört, aber man habe zumindest großen Schaden angerichtet.

Das Botnet hatte fünf Millionen PCs infiziert, Bankdaten von Opfern aus aller Welt gestohlen und so über eine halbe Milliarde Dollar Verlust erzeugt. Auf die Computer der Geschädigten war es über Windows-Raubkopien gelangt – eine ähnliche Taktik, die auch schon das Nitol Botnet verwendete.

Microsoft vermutet, dass ein osteuropäischer Hacker hinter Citadel steht. Da es bislang keine Angriffe in der Ukraine und Russland gab, wollte er vermutlich die heimische Rechtsprechung umgehen.

Die ist nicht das erste Botnet, gegen das Microsoft aktiv vorgeht. Im Februar zerschlug das Unternehmen in Zusammenarbeit mit dem Softwarehaus Symantec das Hacker-Netzwerk Bamital, welches Internet-Suchen beeinflusst hatte. Letztes Jahr stürmten Microsoft-Mitarbeiter gemeinsam mit US Marshals Bürogebäude in den Bundesstaaten Pennsylvania und Illinois, um Server des zum Identitätsdiebstahl benutzten Botnet Zeus zu beschlagnahmen.

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