BASIC wird 50
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Die beiden Mathematik Professoren John G. Kemeny und Thomas E. Kurtz sind die Erfinder von BASIC, dem „Beginner’s All-Purpose Symbolic Instruction Code“. Und damit die geistigen Väter aller Coder und Hacker. Durch ihren Glauben, dass Computer in der Zukunft eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielen würden, wurde am 01. Mail 1964 der erste Schritt in Richtung „personal Computers“ gegangen. Denn am diesen Tag wurde BASIC zum ersten Mal erfolgreich genutzt um Programme des Computer Systems am Dartmouth College in Hanover, New Hampshire laufen zu lassen. Aber auch Väter haben ihre Mütter und auf diesem Gebiet war es Ada Lovelace, eine Mathematikerin aus England. Sie schrieb den ersten Algorithmus, der von einem Computer, damals Analytical Engine, genannt, ausgeführt werden konnte. Damit ist sie die erste Programmiererin der Welt. 

BASIC war ausschlaggebend dafür, dass viele Menschen programmieren auf einfache und lineare Art lernen konnten, ohne es zu studieren. Schon bald wurde das Konzept auch an anderen Schulen genutzt und setzte sich durch, auch wenn es mittlerweile durch anderen Sprachen ersetzt wurden. Aber noch immer gibt es die Möglichkeit auf Windows, Linux und Co. damit zu experimentieren oder einen Code zu schreiben, der auf Android läuft.

In den kommenden Jahrzehnten entwickelte Microsoft verschiedene Versionen der Sprache und BASIC war der grundlegende Zugang zum Heimcomputern. Im Gegensatz zu heute, einer Zeit in der nicht so viele Menschen verstehen oder lernen wollen, wie ein PC eigentlich wirklich funktioniert, denn grafische Benutzeroberflächen führten dazu, dass PCs nahezu selbsterklärend wurden. Das Wissen darum ist allerdings nach wie vor alles andere als obsolet geworden. Und vielleicht wäre es eine gar nicht schlechte Idee an allen Schulen einen Programmier-Kurs einzuführen.

Allerdings war auch BASIC kein unumstrittenes Konzept, im Gegenteil, viele Kritiker, die vor allem unter Computer Wissenschaftlern zu finden waren, waren das Ansicht, dass eine solche Sprache schlechte Eigenschaften im Umgang mit PCs herbeiführen würden. 

Alle bis dahin existieren Sprachen, waren so komplex, dass eine relativ lange Trainingszeit benötigt wurde, deshalb entschlossen sich Kurtz und Kemeny, eine Sprache zu entwickeln, die einprägsam und verständlich war – die logische Schlussfolgerung war normale, alltägliche Wörter zu nutzen, wie „Hello“ und „Goodbye“.

Im Juni 1964 wurde BASIC allen Studierenden des Darthmouth College auf elf Maschinen zugänglich gemacht und die erste Version bestand aus 14 Kommandos und einer linearen Syntax.

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