Bezahlen per Tweet: Onlinebanking war gestern
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Früher schaffte das sogenannte Home Banking bis dato ungeahnte Freiheiten. Man konnte nahezu all seine Bankgeschäfte von zuhause aus erledigen und war nicht länger an die spärlichen Öffnungszeiten seines Finanzinstituts gebunden. Inzwischen gibt es nur noch wenige, die ihre Daueraufträge oder Standardüberweisungen in der Filiale erledigen.

Doch auch das moderne Onlinebanking ist allmählich überholt und wurde mit Diensten wie PayPal weiter vereinfacht, indem man seine Zahlungen autorisiert durch seine E-Mail-Adresse an andere Mitglieder der ebay-Tochter senden kann. Zuvor müssen nur Bankdaten oder Kreditkarte bei Paypal hinterlegt werden. Der klare Vorteil an dieser Bezahlmethode ist vor allem die Schnelligkeit. Während Standardüberweisungen zwei bis drei Tage beanspruchen, kommen Zahlungen via PayPal binnen Sekunden beim Empfänger an. Auch wenn die Übertragung des Geldes aufs eigene Bankkonto ebenfalls mehrere Tage dauert, hat man zumindest die Sicherheit, dass Geld vorhanden ist. Auf diese Weise werden insbesondere Online-Geschäfte beschleunigt.

Die Kooperation aus Twitter und Amex soll nun eine weitere, einfache Bezahlmethode via Amex Sync zu Tage fördern. Zunächst einmal müssen Interessierte ihre American Express Card mit Twitter verbinden und anschließen dem Amex Feed folgen (@AmericanExpress). Hier finden sich Sonderangebote, die per Tweet und dem vorgegebenen Hashtag erworben werden können. Seinen Kauf muss man anschließend nur noch per Confirm-Hashtag bestätigen – und das war’s. Darüber hinaus kann man den Dienst ähnlich wie Payback Coupons nutzen. Man sendet einfach einen Tweet mit einem Spar-Hashtag heraus, dieser wird auf dem eigenen Konto hinterlegt und beim Kauf des entsprechenden Produktes vom Gesamtpreis abgezogen. Vorteil für die Betreiber ist die Werbung, die die User damit übernehmen. Denn alle, die einem solchen Käufer via Twitter folgen, sehen den Kauf- bzw. Spar-Tweet im eigenem Stream.     

    

Momentan ist der Dienst nur in den USA verfügbar. Dass es auch hierzulande eine Nachfrage nach der neuen sozialen Bezahlmethode geben könnte, ist derzeit unwahrscheinlich. Das liegt unter anderem darin begründet, dass Twitter in Deutschland längst nicht so populär ist wie in den USA. Allen voran aber würden hierzulande die Datenschützer im Dreieck springen, sollte sich eine solche Bezahlmethode etablieren. Die Amerikaner sehen das bekanntlich lockerer, da die eCommerce-Sparte dort deutlich weiter vorangeschritten ist als bei uns. 

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