Beziehungskiller Smartphones – Mobile Abhängigkeit gefährdet das Miteinander
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Das Smartphone ist in den vergangenen Jahren zu unserem täglichen Begleiter geworden. Rat zu allen Lebensfragen geben Google Now und Siri. Die allmorgentliche Fahrtzeit zur Arbeit, zeigen uns die kleinen Helferlein auch zuverlässig an. Nur den Weg zum Briefkasten, um die Tageszeitung herauszufischen, können sie uns nicht abnehmen. Aber braucht man die noch? Schließlich gibt es dutzende News Apps mit Push-Funktion.

So einige Leidtragende wünschen sich sicherlich, die gute alte Zeit zurück, in der Handys nur zum Telefonieren und Simsen taugten. Denn laut einer Umfrage, die die Süddeutsche Zeitung in einem Beitrag aufgreift, sollen knapp 40 Prozent der unter 30-Jährigen eifersüchtig auf das Smartphone ihres Partners sein. Insbesondere auf die viele Zeit, die er mit ihm verbringt. Ein ebenso lustiges wie dramatisches YouTube Video mit dem Titel “I Forgot My Phone” zeigt in etwas mehr als zwei Minuten, wie sehr der Alltag mit dem Smartphone zwischenmenschlichen Beziehungen schaden kann.

Kinder sehen Nebenbuhler in den Smartphones ihrer Eltern

Nicht nur die Partner, sondern auch die Kinder können dem Smartphone-Konsum ihrer Eltern nichts abgewinnen, so das Resultat des schwedischen Analysten YouGov. Mehr als einem Drittel aller schwedischen Kinder soll der exzessive Smartphone-Gebrauch der Eltern gehörig gegen den Strich gehen. Kinderarzt Lars H. Gustafsson kann die Studie anhand seiner persönlichen Erfahrungen nur zustimmen.

Ich beobachte häufig Eltern, die ihren Kindern nicht auf ihre Fragen antworten

,so Gustafsson in einem Gespräch mit der schwedischen Zeitung Expressen zum Thema mobile Abhängigkeit.  

Aufmacherbild: Couple in a cafe spends leisure time together, she is angry von Shutterstock / Urheberrecht: Kzenon

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