Big-Data

Big-Data: der Daten-Markt und sein Nutzen
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Immer mehr Unternehmen erkennen den Wert von Big-Data und suchen vermehrt nach Analysemöglichkeiten, Anwendungsbereichen und Visualisierungen für Big-Data.

Der Big-Data Trend geht mit der Entwicklung der letzten Jahre einher, in der Unternehmen immer mehr Daten ihrer Kunden oder User sammeln. Sei es durch Payback-Karten, Apps, die Zugriff auf unsere gesammelten Smartphone-Daten haben, Google, das unsere Surf- und Suchaktivitäten überwacht oder die Social-Media, in denen wir unsere persönlichen Vorlieben sogar freiwillig preisgeben. Diese Daten werden in großen Mengen gesammelt, gehortet, weiterverkauft und an anderer Stelle wieder archiviert, bis sie schließlich ausgewertet und für die verschiedensten Zwecke eingesetzt werden.

Big-Data: Vorteile für Unternehmen

„Big-Data-Analysen bieten bei vielen Herausforderungen enorme Vorteile“, sagt BITKOM-Experte Dr. Mathias Weber. „Organisationen und Unternehmen können ihre Angebote besser auf die aktuelle Kundennachfrage ausrichten. Produktionsanlagen oder komplexe Verkehrssysteme lassen sich mit Big-Data-Lösungen optimal steuern.“

Der BITKOM definiert Big-Data folgendermaßen: „Zusammenfassend bezeichnet Big Data den Einsatz großer Datenmengen aus vielfältigen Quellen mit einer hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit zur Erzeugung wirtschaftlichen Nutzens.“ Einen Leitfaden zum Umgang mit den Daten zusammengestellt, den ihr hier einsehen könnt.

Wofür wird Big-Data genutzt?

Big-Data können Nutzen in verschiedenen Bereichen bringen. So helfen Sie bei der Risikobewertung und beim Fällen von Entscheidungen auf Grund ebendieser Risikobewertung.

Des Weiteren können die Daten dazu beitragen, Prozesse im Unternehmen zu optimieren oder eine vorausschauende Absatz- und Bedarfsplanung zu erstellen, so dass Kosten im Unternehmen eingespart werden können.

Auch für den Vertrieb bietet Big-Data einen Mehrwert, denn sammelt an Daten zur Markt- und Preissituation, kann man seine eigenen Preise an die Werte anpassen.

Zuletzt darf natürlich auch die Werbung nicht fehlen, die durch die gesammelten Kundendaten Zielgruppen genau definieren kann, und so passgenau Werbung ausspielen kann.

Auch Marktlücken können durch die Datenanalyse ausfindig gemacht werden.

Anwendungsgebiete außerhalb des Unternehmens

Unsere Daten sind deshalb für Unternehmen so interessant, da Sie ein unglaublich großes Potential für zielgerichteten Werbung und Verkauf bieten. Aber auch in anderen Bereichen, wie Medizin, Katastrophenschutz, intelligente Infrastruktur etc. wird Big-Data gebraucht. Hier ein paar Anwendungsbeispiele:

Maschinenüberwachung

Dadurch lassen sich zum beispielweise Maschinen besser warten. Hierfür sammeln Sensoren Zustandsdaten aller wichtigen Komponenten der Maschine, die über eine Cloud-Anwendung ortsunabhängig verfügbar sind und intelligent aufbereitet werden. Techniker können diese Daten in Echtzeit einsehen, um eine notwendige Reparatur zu erkennen, bevor eine Komponente ausfällt und im schlimmsten Fall für Produktionsengpässe sorgt.

Individualisierte Medizin

Auch in der Krebsbehandlung können Big-Data-Technologien helfen. Ärzte erhalten dadurch z.B. eine Übersicht zahlreicher Patientendaten und können empirische Erhebungen zu Behandlungsergebnissen und Krankheitsverläufen aus der Vergangenheit mit in aktuelle Therapien mit einbeziehen. Darüber hinaus können Tumorarten in Echtzeit identifiziert werden, um die für den Patienten wirksamste Behandlungsmethode zu wählen. So beschleunigt sich die Diagnostik von Tumoren und gleichzeitig erhöht sich die Lebenserwartung der Tumorpatienten. Aus einer Standardtherapie wird durch Big-Data individualisierte Medizin.

Segmente des Datability Marktes

Der Datability-Markt lässt sich hier in verschiedene Segmente unterteilen:

Zum einen werden Sensoren und Netzwerke gebraucht, um die Daten in Echtzeit zu sammeln. Hier lassen sich zum Beispiel Beacons ansiedeln, die zum Beispiel die Besucherströme in Einkaufszentren messen oder Sensoren, die die Stoßzeiten in öffentlichen Verkehrsmitteln ausfindig machen.

Die Daten brauchen darüber hinaus auch eine digitale Infrastruktur wie zum Beispiel Datenbanken, in denen sie archiviert sind, sowie für die Systemintegration.

Zum Schluss müssen die Big-Data irgendwie erfahrbar und fassbar gemacht werden, so dass auch für Visualisierungs- und Analysesoftware ein großer Markt besteht.

Schließlich kanalisiert sich das ganze in Datenprodukten, wie SmartCars oder SmartHome Gadgets.

Startups wollen Nischen besetzen

Es reicht also folglich nicht nur, die Daten zu sammeln. Die Bestände müssen auch analysiert, visualisiert und bewertet werden. Momentan liegt noch großes Potential in der Entwicklung von Big-Data Technologien, die es ermöglichen, große Datenmengen aus unterschiedlichsten Quellen in hoher Geschwindigkeit auszuwerten. So versuchen auch verschiedene Startups, wie mapegy, Phizzard oder timestwentyfive, in den Markt einzusteigen.

Der BITKOM widmet dem Thema Big-Data sogar eine eigene Konferenz, den Big Data Summit, gewidmet, deren Sessions sich mit Big-Data Technologien in den Bereichen Automotive, Banken & Finanzdienstleistungen, Fertigungsindustrie, Intelligente Infrastrukturen sowie Telekommunikation widmen.

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