Bill Gates: Das Internet kann die Welt nicht retten!
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Mark Zuckerberg und zahlreiche andere Silicon-Valley-Milliardäre sehen Internetverbindungen in Entwicklungsländern als Treiber des Fortschritts und essentiell im Kampf gegen die Armut. Bill Gates ist jedoch anderer Meinung, wie er im Interview mit der Financial Times betonte.

Er glaubt nicht, dass das Internet die Welt retten kann, denn es habe Krankheiten, Armut und Perspektivenlosigkeit in Entwicklungsländern nichts entgegen zu setzen. Gates‘ Herz hänge zwar nach wie vor an der IT, doch manchmal seien eben grundlegende Dinge wie das Ausrotten von Malaria wichtiger. Zur Schaffung von Internetzugängen in Entwicklungsländern sagte er im Interview:

As a priority? It’s a joke.

Diese Meinung hatte Bill Gates schon einmal in der Vergangenheit zum Ausdruck gebracht, als er Googles Project Loon kritisierte, das Entwicklungsländer mit Internetverbindungen anhand von Ballons versorgen sollte. Ein Internetzugang bringe einem nicht besonders viel, wenn man gerade an Malaria sterbe, meinte er damals bissig.

Gates selbst steckt einen großen Teil seines Vermögens in die Bill & Melinda Gates Foundation, die größte Privat-Stiftung der Welt. Sie engagiert sich unter anderem für Bildung, Landwirtschaft und die Bekämpfung von Krankheiten wie Malaria, AIDS oder Tuberkulose in der ganzen Welt.

Aufmacherbild: tramp sitting on the floor with laptop von Shutterstock / Urheberrecht: ollyy

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