Bitcoin-Krise: Hacker suchen die Wahrheit
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Die virtuelle Krypto-Währung Bitcoin und die Bitcoin-Handelsplattform Mt.Gox befinden sich – nach wie vor – in einer existenziellen Krise. Am Freitag meldete Mt.Gox Insolvenz an.

Der Bitcoin-Preis sank danach auf aktuell 435 Euro pro Bitcoin.

Wie kann eine dezentral ausgelegte virtuelle Währung derartig abhängig von einem einzigen Unternehmen sein?

In einer Stellungnahme erklärt Mt.Gox-Chef Mark Karpelès den Fall von Mt.Gox. Danach soll Datendiebstahl ein Hauptgrund für das Verschwinden riesiger Mengen Bitcoin sein. Es handelt sich um 100.000 Bitcoins von Mt.Gox-Kunden und 100.000 Bitcoins der Bank. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten von Mt.Gox belaufen sich derzeit auf etwa 47 Millionen Euro, die Summe des nicht verfügbaren Vermögens liegt jedoch weitaus höher.

Japanische Hacker versuchen jetzt, der Frage nach dem Warum auf den Grund zu gehen. Sie brachen angeblich in die Mt.Gox-Server ein und stellten Material sicher, das unter anderem auch ein Telefongespräch von Mt.Gox-Chef Mark Karpelès mit Vertretern der japanischen Mizuho-Bank geführt haben soll.

Auf Reddit wird das Material aktuell diskutiert und aufgearbeitet. Vielleicht lässt sich so klären, wie ein zweites Desaster à la Mt.Gox abgewendet werden kann. Denn ihr Vertrauen in die virtuelle Währung wollen viele Händler auch nach dem Skandal nicht aufgeben.

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