Bitcoins: USA öffnen sich, China blockt
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Zwei Weltmärkte, zwei Positionen: Während mit den Sacramento Kings seit heute das erste Profisport-Franchise der USA die Bezahlung mit Bitcoins für Tickets und Merchandise akzeptiert, hat China erneut seine Blockadehaltung zur virtuellen Währung untermauert.

In den USA können Fans des NBA-Teams Sacramento Kings seit heute in den Fanshops offiziell mit Bitcoins zahlen. Eine Einbettung in den Onlineshop ist ab 01. März 2014 vorgesehen. Operativer Partner ist hierbei Bitpay. Das Startup aus Atlanta schwingt sich auf, als „Paypal für virtuelle Währungen“ den Markt der Online-Payments zu revolutionieren. Neben den Gebühren, welche Bitpay für die Abwicklung der Transaktionen von seinen Kunden fordert, bestehen aber auch weiterhin Vorbehalte bezüglich der Sicherheit von Bitcoin-Transaktionen. So wurden beispielsweise im April 2013 die Server des Payment-Service Instawallet Opfer einer Hacking-Attacke. Dennoch erreicht die neue Währung in den USA immer mehr Akzeptanz. So hatte der Spielehersteller Zynga vor kurzem angekündigt, Bitcoins ebenfalls als Zahlungsmittel akzeptieren zu wollen.

Im Gegensatz dazu hat die Chinesische Zentralbank bereits im Dezember allen chinesischen Finanzinstituten den Handel und Vertrieb von Bitcoins untersagt. Begründet wurde dies mit der Gefahr von Geldwäsche. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass man die Geldströme im Land besser kontrollieren will. Auf Druck der Behörden hat nun auch das Online-Auktionshaus Taobao die Zahlung mit der virtuellen Währung ausgesetzt. Experten bewerten diese Maßnahme als Zugeständnis an die politischen Entscheidungsträger, um den für 2014 geplanten Börsengang nicht zu gefährden. Bereits im letzten Jahr hatte auch die chinesische Suchmaschine Baidu den Handel mit Bitcoins unterbunden.

Aufmacherbild: digital money Bitcoins vector art Foto via Shutterstock / Urheberrecht: a1vector

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