BITKOM-Studie: Carsharing wird immer beliebter
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DriveNow, Flinkster, Car2Go, Cambio – Carsharing-Dienste gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Das eigene Auto ist längst kein Statussymbol mehr und in einer Großstadt schlicht unpraktisch. Dieser Trend zeichnet sich vor allem in der jüngeren Generation ab: 10 Prozent aller 30- bis 49-Jährigen nutzen das Prinzip des Carsharings. Insgesamt haben in den letzten beiden Jahren 8 Prozent aller über 18-Jährigen Deutschen entsprechende Angebote wahrgenommen. In absoluten Zahlen sind das etwa 4 Millionen Menschen.

Die Zahl hat sich seit letztem Jahr verdoppelt. Anfang 2013 haben weniger als 2 Millionen Menschen Carsharing genutzt. Diese Angaben brachte eine aktuelle Umfrage zutage, die von BITKOM in Auftrag gegeben wurde.

Carsharing ist ein exzellentes Beispiel, wie IT innovative Geschäftsmodelle in anderen Branchen ermöglichen. Beim Carsharing bringt moderne IT die entscheidenden Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Diensten: ständige Verfügbarkeit und eine nutzungsabhängige Abrechnung, so BITKOM-Verkehrsexperte Johannes Weicksel

Carsharing birgt großes Potenzial

Neben dem aktuellen Erfolg von Carsharing, sieht auch die Zukunft des Modells rosig aus. Eine BITKOM-Umfrage vom letzten Jahr ergab, dass sich jeder zweite Autofahrer vorstellen könnte, entsprechende Angebote zu nutzen. Das wären 24 Millionen Nutzer. In der Altersgruppe unter 30 sind es sogar zwei Drittel aller Autofahrer.

Carsharing-Angebote unterteilen sich in verschiedene Modelle

  • Stationsabhägiges Carsharing

 Hier können Verbraucher ein Auto für einen festgelegten Zeitraum mieten – einige Stunden lang oder den ganzen Tag. Die gemieteten Wagen müssen an bestimmten Stationen abgeholt und abschließend wieder dorthin zurückgebracht werden. Beispiele für stationsabhängiges Carsharing ist Flinkster oder Cambio.

  • Stationsunabhängiges Carsharing

Dieses Angebot eignet sich für spontane, einfache Fahrten innerhalb der Stadt. Mittels einer Smartphone-App können Nutzer nach verfügbaren Autos in der Nähe suchen und sie direkt reservieren. Zumeist erfolgt die Zahlung pro Minute und/oder gefahrenen Kilometern. Nach der Fahrt kann das Auto auf einem beliebigen Parkplatz innerhalb des Stadtbereichs abgestellt werden. Dieses Modell dient als Alternative zum Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln; Car2Go und DriveNow sind Beispiele für dieses Modell.

moovel und Co.: intermodales Reisen im Trend

moovel, Mobility Map, DB Navigator – diese Apps stellen Reisen aus multiplen Verkehrsmitteln zusammen. Diese Art des Reisens nennt sich intermodales Reisen, man muss nur ein Ziel eingeben und der Dienst sucht das beste Angebot aus öffentlichen Verkehrsmitteln, Car- oder Bikesharing oder auch Taxi-Services heraus. Carsharing ist dabei immer mehr zu einem bedeutenden Bestandteil geworden. Car2Go gehört beispielsweise der moovel GmbH.

Künftig werden Mobilitäts-Apps wohl mehr und mehr zum Standard – mit ihnen soll das Reisen immer einfacher werden. Carsharing zollt diesem Trend der flexiblen Mobilität Tribut und erlebt dadurch selber zur Zeit eine Hochphase.

Aufmacherbild: Shield with the word Car sharing over a white background / car sharing via Shutterstock / Urheberrecht: PhotographyByMK

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