CES 2013: XXL-Displays – ist das noch mobile?
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In Las Vegas ist der erste Tag der Consumer Electronics Show (CES) vorbei. Während man dort nun versucht zu schlafen (Ortszeit 3:00), haben wir den Auftakt Revue passieren lassen und stellten fest, dass im Bereich der mobilen Geräte der alte Trend auch der neue ist: groß, größer, am größten!

Doch nicht nur die CES erhellt uns mit dieser Erkenntnis, sondern auch das jüngste Marktgeschehen. So wurde auch Apple nach fünf Generationen iPhone klar, dass dem Nutzer über kurz oder lang kein so kleines Display ausreichen würde. Man entschied sich, das iPhone 5, die sechste Generation, mit einem 4-Zoll-Display auszustatten. Die Androiden taten das schon weit früher und die Flaggschiffe der Windows-Phone-Gattung sind ebenfalls jenseits der 4 Zoll angesiedelt. 

XXL-Displays

Während man auf der CES jedoch keines dieser High-End-Smartphones zu Gesicht bekommt, weil Samsung sein Galaxy S4 noch nicht und Apple das nächste iPhone sowieso nicht in Las Vegas vorstellt, treten Anbieter wie Huawei, Sony und ZTE aus der zweiten Reihe heraus und präsentieren ihre XXL-Smartphones. Sony zeigt die neuen Xperias mit Full-HD Auflösung und 5 Zoll, ZTE schließt sich dem mit fünf weiteren 5-Zoll-Modellen an, und Huawei toppt das Ganze mit einem 6,1-Zoll-Riesen. Angesichts dieser Abmessungen stellt sich so manch ein Messebesucher und auch wir in der Redaktion nzwischen die Frage, inwiefern es sich bei diesen Display-Monstern überhaupt noch um mobile Geräte handelt? Einfach mal in die Hosentasche stecken, artet da zuweilen fast schon zu einer akrobatischen Turnübung aus.

Klar: Wenn herausragende neue Features im Bereich der Smartphone-Benutzerführung fehlen, liegt es nahe, den einfachen Weg zu gehen und die Größe des Displays zu erhöhen. Ob ein Gerät mit 6,1-Zoll-Bildschirm sinnvoll und gut zu bedienen ist, scheint erst einmal Nebensache. Auffallen um jeden Preis ist die Devise.

Quad-Core wird zum Standard

Bei den Chips ist derweil alles beim Alten geblieben. Noch immer kommen vorzugsweise Quad-Core-Prozessoren zum Einsatz. Intel stellt jedoch eine neue Generation seiner Ivy-Bridge-Reihe vor, die in puncto Performance und Batterielaufzeit verbessert wurden.

Blickt man einmal rüber ins Wohnzimmer, sieht man, dass auch hier nur die Größe zählt. LG zeigt beispielsweise einen OLED-TV mit stolzen 55 Zoll und Samsung erfüllt mit seinem 110-Zoll-Giganten – dem S9 Smart LED – die Kindheitsträume eines jeden Mannes. Die Auflösung der beiden Geräte liegt bei 3.840 x 2.160 Pixeln (4K-Technologie).

Langeweile?

Das Zwischenfazit nach Tag 1 der CES: Die großen Überrraschungen und Highlights sind bisher ausgeblieben. Die großen Zwei, Apple und Samsung, stellen ihre mobilen Flaggschiffe anderswo der Öffentlichkeit vor. Hier geht es der CES wie der IFA, denn auch die Berliner Messe leidet in den letzten Jahren immer öfter darunter, das die großen Hersteller lieber mit Special Events die komplette Aufmerksamkeit der Presse und Konsumenten auf sich ziehen, statt auf CES oder IFA nur einer unter vielen zu sein.

Dennoch sind wir auf eine CES-Präsentation gespannt wie ein Flitzebogen: Pebble. Die smarte Armbanduhr, die über die Social-Crowd-Funding-Plattform kickstarter.com finanziert wurde, soll heute Abend um 9 Uhr Ortszeit offiziell präsentiert werden. Dann wird man sehen, ob das Gadget das Zeug hat, zum Second Screen des Smartphones zu avancieren. Sollte Pebble die Versprechungen erfüllen und beispielsweise via Bluetooth E-Mails, SMS und Playlisten am Handgelenk anzeigen, gehen wir davon aus, dass sich die Smartwatch zu einem Verkaufsschlager entwickeln könnte. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Aufmacherbild: Pressematerial cesweb.org

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