Chromebook nach einer Woche – es geht wirklich!
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Eine Woche nur mit einem Chromebook unterwegs zu sein macht Spaß und schränkt selbst beruflich weniger ein als gedacht. Wie bereits in unserem gestrigen Vorbericht angekündigt, legte ich Laptop und Tablet für eine Woche zur Seite, um ausschließlich mit dem Chromebook zu arbeiten, einem Samsung 303C12 H01.

Für Online-Redakteure wie mich spielt sich das Leben hauptsächlich im Internet ab. Zwar recherchiert man auch oft per Telefon oder persönlich, dafür benötigt man aber ohnehin keinen Computer. Für Netzrecherchen sowie beim Schreiben misst man mit dem Chromebook jedenfalls rein gar nichts. Im Gegenteil, das schlanke Betriebssystem Chrome OS beschleunigt sogar die Arbeit im Netz. Der Browser öffnet sich ohne spürbare Verzögerung, das Touchpad arbeitet zuverlässig und natürlich, alles in allem hat das Gerät eine sehr gute Performance.  

Für Notizen nimmt man anstatt Word einfach ein Google Doc, das kann sowohl on- als auch offline bearbeitet werden. Zur Bildbearbeitung nutzt man am PC zwar Photoshop oder Gimp, auf dem Chromebook bietet sich die Amopic App aus dem Chrome Store als brauchbare Alternative an. Hier findet man Filter, Schneidwerkzeuge und dergleichen.

Ja, und mit dem Content Managment System (CMS) – in unserem Fall Drupal – arbeitet man ohnehin direkt im Browser. Artikel zu veröffentlichen ist also auch kein Problem. Die angegebene Akkulaufzeit kann ich übrigens plus minus Null bestätigen. Man muss also nicht permanent Ausschau nach einer Steckdose halten, sondern kann auch guten Gewissens das Büro verlassen. Schade ist aber, dass der Akku wie bei einem Smartphone fest verbaut wurde, das wäre sicher nicht nötig gewesen.

Am Abend

Nach Feierabend sieht es mit dem Chromebook dann weniger rosig aus. Denn liegt man einmal gemütlich auf dem Sofa, spürt man dann doch den Drang, mal rüber zum iPad zugreifen, aber nein, es ist verboten! Hangouts, Facebook und andere Kommunikationswege lassen sich schließlich auch mit dem Chromebook nutzen und das Kilo an Gewicht, dass das Teil auf die Waage bringt, ist nun wirklich nicht die Welt. Außerdem freut man sich als Spotify-Nutzer, dass der Webplayer hervorragend im Chrome Browser funktioniert.

Wirklich ärgerlich wird es, versucht man, Dienste wie Lovefilm oder Watchever zu nutzen. Die laufen beide mit Silverlight, was Chrome OS nicht kann. (Es gibt zwar eine komplizierte Remote-Access-Lösung, aber wer macht sich die Mühe?) Am Ende fragt man sich nur, wofür es dann einen HDMI-Ausgang am Chromebook gibt? Vermutlich nur für berufliche Zwecke, um Präsentationen auf einen Beamer zu werfen. Na toll.

Fazit

Ein Leben nur mit Chromebook ist nicht wirklich erfüllend. Vor allem im privaten Umfeld fehlen Entertainment-Eigenschaften, die jedes Tablet bieten kann. Gut, es gibt auch Angry Birds fürs Chromebook, ohne Touchbedienung verliert das aber jeglichen Reiz. Optimal ist das Chromebook dagegen als Ergänzung zum bestehenden Repertoire. Ob als kleiner Helfer, den man schnell mit auf Geschäftsreise nimmt oder als Wohnzimmer-Surfmaschine für zu Hause.

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Aufmacherbild: © Samsung

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