Cloud Computing: Drei Konzepte für mehr Erfolg im Business
Kommentare

Die Cloud wird seit Jahren heiß diskutiert. Seit 2010 hat der anfängliche Hype zu einer Revolution im Web geführt, an der man als Unternehmen und Privatanwender kaum noch vorbei kommt.

Zwar wird hier in Deutschland der Nutzen der Cloud besonders aus Datenschutzgründen immer wieder in Frage gestellt, allerdings steht es mittlerweile außer Frage, dass Business und Geschäftsprozesse mit Hilfe von Cloud Services optimiert werden können. So nahm auch 2013 das Interesse an on-Demand Services weiterhin zu. Auch die Zahl der Anbieter wuchs stetig.

Insbesondere der Software-as-a-Service (SaaS) Markt wird immer beliebter. Aber auch Infrastructure-as-a-Service (IaaS) sind mittlereile gut vertreten, während der Bereich Platform-as-a-Service (PaaS) noch große Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Das Marktforschungsunternehmen Techconsult hat Mitte letzten Jahres eingroßes Interesse an Cloudservices auch bei Kleinen und Mittelständigen Unternehmen (KMU) festgestellt. Zogen 2012 lediglich acht Prozent der KMU den Einsatz von Cloud-Computing in Betracht, ist diese Einsatzbereitschaft mittlerweile um das Dreifache gestiegen.

Laut Techconsult interessierten sich 2013 rund 30 Prozent der Unternehmen aus dem Handel für die Cloud. Damals ein Anstieg um satte 21 Prozent im Vorjahresvergleich. Im Dienstleistungssektor setzte jedes vierte Unternehmen auf Cloud Services, im Vergleich zu 2012 ein Anstieg von über zehn Prozent. Das größte Interesse für die Wolke soll mit 33 Prozent aus dem Umfeld der Banken und Versicherungen kommen.

Nach Statista und Bitkom betrug das Markvolumen im Bereich Cloud Services in Deutschland 2012 rund 1,4 Milliarden Euro. Im Jahr 2013 stiegen die Investitionen und Ausgaben für Cloud Computing Services (Saas, Paas, IaaS) auf fast 8 Milliarden Euro.

Grundsätzlich gilt es erst ein mal aus Unternehmenssicht zu entscheiden, ob eine Private, Public oder Hybrid Cloud Lösung angestrebt werden soll. Die Umsetzung des Transformationsprozesses, um den Nutzen der Cloud voll aus zu schöpfen, erfordert je nach vorherrschenden Bedingungen im Unternehmen eine mittel- bis langfristige Strategie.

Hierbei sind drei wesentliche Perspektiven zu beachten. Zum einen die Steigerung der IT-Effizienz, die Agilität sowie die Geschäftsprozess- und Businessinnovationsoptimierung durch Automatisierung. Drei Konzepte haben sich im Bereich des Cloud Computings in den letzten Jahren als besonders erfolgreich heraus kristallisiert.

DevOps (Development and Operation)

DevOps bezeichnet das Zusammenspiel des Software-Entwicklungsprozesses und eines Technologie-Sets, um eine agile Beziehung zwischen Entwicklung und IT-Betrieb zu schaffen. Das Ziel von DevOps ist es, die Beziehung zwischen den beiden Organisationen mit Hilfe einer effizienteren Kommunikation und Zusammenarbeit zu verbessern und damit die Effizienz zu steigern. In der Regel wird DevOps auf Basis einer Cloud-basierten Entwicklungsumgebung umgesetzt, um eine einheitliche Entwicklungs-, Test- und Deployment-Umgebung zu schaffen, die sich auf ein ganzheitlichen Konfigurationsmanagement stützt.

Big Data Analytics

Unter dem Schlagwort Big Data ist von Konzepten die Rede, die auf Basis riesiger Datenmengen durch Analysemethoden neue Erkenntnisse generieren können. Business Intelligence Lösungen müssen nicht typischerweise Cloud-basiert sein, allerdings birgt die hohe Skalierbarkeit öffentlicher Cloud-Lösungen, ein hohes Wertsteigerungspotential mit sich. Data-as-a-Service-Lösungen finden daher nicht ohne Grund immer größeren Zuspruch.

Management und Governance

Management und Governance, auf Basis von Cloud-Management-Plattformen zu implementieren, dient der Platzierung eine Abstraktionsschicht zwischen denen, die Ressourcen nutzen und jene, die diese Ressourcen verwalten. Dieses Konzept hat einen wesentlich größeren Nutzen als die Cloud an sich, da es emöglicht eine Reihe von Diensten bereit zu stellen, die somit die Komplexität innerhalb der Geschäftsprozesse reduzieren. Sowohl der Enterprise-basierten Computer-Ressourcen als auch der Ressourcen, die in privaten und öffentlichen Clouds zur Verfügung stehen. 

Die Zukunft liegt in der Cloud

Zwar hat die NSA-Affäre und die schockierenden Nachrichten über die Spionage und das Abspeichern von Datenverkehr im Web die Wirtschaft wachgerüttelt. Doch nicht erst seit Edwards Snowdens Enthüllungen versucht das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland durch Cybersicherheitsforschung zu schützen. Der Einsatz innovativer IT-Systeme, die Sicherung von Privacy und kritischen Infrastrukturen und die Implementierung und Weiterentwicklung von Sicherheitskonzepten wird auch in Zukunft ein Wettbewerbsvorteil darstellen.

Nun wird auf der Cebit vom 10. bis 14. März eine sogenannte Sealed Cloud Lösung vorgestellt, die abhörsicheren Datenaustausch ermöglichen soll und für Anwender trotz allem praktikabel ist. Das Münchner Unternehmen Uniscon arbeitet mit einem Konsortium zusammen, dem Unternehmen wie das Frauenhofer Institut AIESEC oder auch SecureNet angehören.

Die Firmenlösung IDGARD, die als Anwendung auf der Sealed Cloud Technologie basiert, wird unter anderem vom Bundesministerium für Wirtschaft BMWi unterstützt. Wir sind gespannt wie sich das Cloud Computing weiterentwickelt. Die neuen Technologien und Services lassen das Thema im Fokus der IT. Dank dieser Marketing Form fällt es Startups immer leichter, ihre eigenen Ideen für coole Apps, wie beispielsweise die Belegmeister App zur Reisekostenabrechnung, zu entwickeln. 

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -