Mit Spreadsheets aus Google Docs Karten und Co erstellen

Cloudstitch: Datenvisualisierung für Jedermann
Kommentare

Wordpress, Drupal, Joomla und wie sie alle heißen: CMS gibt es viele. Und mit allen davon können auch Anfänger schnell lernen, wie Inhalte ins Internet gestellt werden. Wenn es aber um mehr als Texte und Mediendateien geht, stoßen technisch wenig versierte Nutzer an ihre Grenzen.

Gerade die Visualisierung von Daten in Diagrammen oder Karten muss dann doch meisten extern über andere Dienste gelöst werden oder erfordert Programmierkenntnisse. Das neue CMS Cloudstitch verspricht, dieses Problem zu lösen. Cloudstitch greift auf Dateien zu, die in Google Docs gespeichert sind. Sowohl Text-Dateien können verwendet werden, als auch Spreadsheets. Der Vorteil davon liegt klar auf der Hand: So ziemlich jeder weiß bereits, wie das Anlegen von Dateien in Google Docs funktioniert. Und genau dieser Gedanke steht auch im Zentrum des neuen CMS. Mit Cloudstitch soll es jedem Nutzer möglich sein, eine eigene Website oder Widgets für bestehende Seiten zu erstellen. Ganz ohne Kenntnisse in einer Programmiersprache.

Vorlagen für den Einstieg

Zu diesem Zweck bietet Cloudstitch eine Reihe fertiger Templates für neue Projekte an. Dazu gehört eins, das dabei hilft, Karten zu erstellen sowie ein weiteres, das über ein Sheet API Daten aus einem Spreadsheet hierarchisch geordnet anzeigt. Auch Widgets und Formulare können unter Verwendung eines bestehenden Spreadsheets erstellt werden. Insgesamt stehen neun Vorlagen für neue Projekte zur Verfügung.

Darüber hinaus können Inhalte aber natürlich auch ohne die Templates selbst definiert und erstellt werden. Die dafür vorgesehenen Kategorien sind „Web Development“ für Websites, „Event Planning“ für Dinge wie Zeitpläne und „Data Visualization“ für die bereits genannten Karten und ähnliches. Cloudstitch bietet außerdem ein kostenloses Hosting erstellter Inhalte an, sodass gerade Anfängern hier eine tolle Möglichkeit geboten wird, eigene Seiten ins Internet zu stellen.

Die große Stärke: Daten visualisieren

Spannend ist für Profis wie Anfänger allerdings vor allem die Möglichkeit zur Visualisierung von Daten. Während dieser Vorgang bisher vornehmlich in den Händen der darauf spezialisierten IT-Abteilungen eines Unternehmens lag, steht dieser Weg mit Cloudstitch jedem Nutzer offen. Zwar sind die Optionen noch nicht besonders vielfältig; immerhin Hierarchien, Zusammenhänge und Karten lassen sich aber bereits optisch darstellen. Mehr Kenntnisse, als zur Erstellung einer Tabelle über Google Docs sind aber auch dafür nicht notwendig. Was der Nutzer zu tun hat, wird auf der Website von Cloudstitch ausführlich und leicht verständlich erklärt.

Alternative Wege

Ganz neu ist die Idee, Google Docs zur Generierung von Webinhalten zu verwenden, allerdings nicht.  Auch Gridspree bietet eine Möglichkeit an, Google Spreadsheets als CMS zu verwenden. Dabei werden die Dateien über kurze, von der Seite zur Verfügung gestellte Codeschnipsel in bestehende Websites eingefügt. Meteor kann ebenfalls bereits jetzt mit Spreadsheets als Datenquelle arbeiten. Und für WordPress existieren diverse Plugins, die das Einfügen von Inhalten aus Google Docs ermöglichen. Cloudstitch ist hier insofern nur eine Möglichkeit unter vielen.

Interessant am neuen CMS ist allerdings auch, dass es sich um ein Open-Source-Projekt handelt. Lediglich für die verschiedenen Hosting-Optionen fallen Kosten an. Während die Auswahl an verfügbaren fertigen Templates bisher noch gering ist, könnte sich das im Laufe der Zeit ändern. Wer Google Docs als Grundlage für die Datenvisualisierung, Formulare oder Websites verwenden möchte, sollte Cloudstitch also im Auge behalten!

Aufmacherbild: content management system concept von Shutterstock / Urheberrecht: Vanatchanan

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -