Coast – intuitiver Browser fürs iPad von Opera
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Opera hat nach eineinhalb Jahren Entwicklung seinen ersten Browser für Tablets herausgebracht. Ab sofort können iPad-Nutzer den Coast Browser kostenlos herunterladen und sich von den intuitiven Wischgestenfunktionen und der für Tablets optimierten Nutzeroberfläche ein Bild machen.

Wie Huib Kleinhout, Leiter des Entwickler-Teams, in einer Pressemitteilung verlauten ließ, sei die Broser-App aus der Frustration darüber entstanden, dass sich die Webbrowser in den Jahren seit der Einführung Mosaics, das immerhin bereits 1997 eingestellt wurde, im Design kaum verändert hätten, obwohl die heutigen Tablets kaum noch an die klobigen PCs aus den Neunzigern erinnern. Kleinhout fährt fort:

Websites und Apps laden den Benutzer heutzutage dazu ein, auf neue Weise zu interagieren. Aber beim Browser-Design für Tablet-PCs wurde bisher nur unzureichend versucht, den Einfluss von Computern und Mobiltelefonen auszuschalten“, so Kleinhout. „Mich hat gestört, dass die Browser auf einem Tablet-PC immer veraltet gewirkt haben. Warum? Weil wir davon leben, Browser zu entwickeln. Unsere Leidenschaft gilt der Verbesserung des Internets.

Insbesondere die Entwicklung von Touchscreens und der Multitouch-Technologie würden den Internetbrowsern völlig neue Möglichkeiten eröffnet und Opera habe nun den ersten Versuch unternommen, diese Technologien in einen für Tablets optimierten Browser zu integrieren.


Screenshot: Opera Coast

Ziel der Entwickler sei es gewesen, den Gebrauch so einfach und intuitiv wie möglich zu gestalten und dabei auf Interfaces, die auf Tablets nicht benötigt werden, zu verzichten. Konkret bedeutet dieses minimalistische Prinzip, dass das einzige Interfacesymbol (neben dem Home-Button) ein kleiner Chronik-Button zum Anzeigen der zuletzt besuchten Seiten ist, denn nahezu alle Befehle lassen sich durch Gesten ausführen. Ein Wischen nach links oder rechts entspricht zum Beispiel den Vor- und Zurückbefehlen.Auch die Lesezeichen wurden überarbeitet. Tabs und URl lässt das vereinfachte Bedienkonzept einfach weg und auch Bookmarks werden in großen Symbolen auf dem Homescreen des Browsers angezeigt – darunter eine Auflistung der zuletzt besuchten Seiten. Außerdem verfügt Coast über eine Search Bar, die schon beim Tippen durch eine Autosmart-Funktion die drei wahrscheinlichsten Suchergebnisse liefert.


Screenshot: Opera Coast

Insgesamt fällt also auf, dass Opera zwar das Rad nicht neu erfunden hat, doch mit dem sparsamen Design den Fokus auf die Nutzung und nicht auf aufwendige Extra-Funktionen legt, die mitunter den Browser unübersichtlich werden lassen. Einige der Features gibt es auch bei Browsern der Konkurrenz, wie etwa die Wischgesten, doch hat kaum ein Unternehmen vergleichsweise konsequent auf eine Tablet-Umsetzung geachtet. Im Gegensatz zu den mobilen Browsern Opera Mini setzt Opera bei Coast nicht mehr auf die eigenen Rendering-Services, sondern nutzt die freie HMTL-Rendering-Engine WebKit.

Bisher ist nicht bekannt, wann der Browser auch für andere Betriebssysteme auf den Markt kommen wird. Erhältlich ist der Coast kostenlos im iTunes Store für iOS 6.0 und höher. Was haltet Ihr von dem Browser?

 

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