Creative Lab – Problemlösung im digitalen Zeitalter
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Wer ein Creative Lab betritt, sollte nicht mit einem Saal voll Männern und Frauen mit Doktortitel und weißen Kitteln rechnen. Es kann sogar sein, dass man es gar nicht als solches erkennt. Denn dem kreativen Labor sind keine Grenzen gesetzt, es kann sogar schnell und leicht im Starbucks um die Ecke eingerichtet werden.

Die Aufgabe des Labs ist es, im Team ein Alltagsproblem zu lösen. Und das könnte alles sein, immerhin findet man Probleme bereits dann, wenn man morgens die Augen öffnet und sie dauern an, bis man sich am Abend wieder ins Bett legt. Welche Probleme es zu lösen gibt, das wisst nur ihr. Macht einfach die Augen auf und denkt über Dinge nach, die euch stören. Für die Lösung ist dann eure Kreativität gefragt.

Christoph Kolb leitete am Montagvormittag hier auf der webinale in Berlin ein Creative Lab, bei dem die Teilnehmer die Genese der eigenen App erprobten. Dabei nahm er eine bestimmende, wohl aber keine leitende Funktion ein. Die Teilnehmer selbst waren am Zug.

webinale creative lab

Creative Lab auf der webinale unter der Leitung von Christoph Kolb

Die Teilnehmer haben echte Probleme

Woher bekomme ich Zigarillos oder sonstige Konsumgüter, wenn keine 24h-Tankstelle in der Nähe ist? Und das auch noch an einem fremden Ort. Damit beschäftigte sich eine der beiden vier- und fünfköpfigen Arbeitsgruppen. Die andere wollte Alternativen finden und diese in Form einer Suchmaschine für den User zugänglich machen.

Im Saal wirkte der Ideenreichtum, mit dem die beiden Gruppen aufwarteten, anregend und schaffte eine wahrhaft erfinderische Atmosphäre. Man diskutierte, fand Lösungsansätze, sprach über das Design, in dem das Produkt schließlich präsentiert werden sollte und näherte sich so Schritt für Schritt seinem Ziel. Die fertigen Konzepte, die die beiden Gruppen am Ende dieser sehr begrenzten Zeit vorstellten, waren schon beinahe marktreif und man mag sich gewiss fragen, wie es mit der Entwicklung weitergegangen wäre, hätten sie noch anstatt weniger Stunden, Wochen oder Monate Zeit für ihre Arbeit. Vielleicht führen sie ihre Arbeit ja nach Ende der Konferenz weiter, Kontaktdaten wurden jedenfalls ausgetauscht.

In einer perfekten Welt…

Die große Frage, die sich dem ein oder anderen sicher stellt, ist: Was passiert eigentlich mit einer Idee, die bereits verwirklicht wurde? Die Antwort dazu ist zweigeteilt. In einer perfekten Welt würde man sich natürlich auf die Suche nach einer neuen Idee machen. In einer halbperfekten Welt wie der unseren hat man in der Regel einen Auftraggeber im Nacken, den man nicht unbedingt zur Konkurrenz schicken will. Ein schöner Kompriss dieser beiden Szenarien sollte es aber sein, auch aus bereits vorhandenen Ideen etwas Neues zu machen, das dann ebenso im neuen Glanz erblüht.

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