Crowdfunding geht vor die Hunde: Übersetzungsgerät für Fiffis vorgestellt
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Das Leben wird um einiges einfacher, wenn das eigene Kind anfängt zu sprechen. Es kann seine Bedürfnisse nun artikulieren und die Zeit der verzweifelten Versuche das nicht enden wollende Gebrabbel zu entschlüsseln, ist ein für alle Mal beendet. Wer allerdings einen Hund hat, der weiß, dass diese Zeit bei seinem Haustier nie kommen wird – oder doch?

The Nordic Society for Invention and Discovery (NSID) hat ihre neueste Produktidee vorgestellt: No more Woof. Sie versprechen ein Gerät, das tierische Gedanken in die menschliche Sprache übersetzen kann. Die Gedankenmuster der Hunde werden dazu mithilfe von Microcomputing und EEG analysiert und letztendlich durch Lautsprecher für die Menschen verständlich vermittelt. Es soll auch die menschliche Stimme des Lieblings aus acht Möglichkeiten ausgewählt werden können.

No more Woof lässt sich auf der Crowdfunding-Plattform indiegogo bereits vorbestellen. Es werden drei Versionen angeboten, die verschiedene Anzahlen an Gedankenmustern „übersetzen“ können, der Preis liegt zwischen 65 und 1.200 Dollar.

Das einzige Problem dabei ist: Ein fertiges Produkt gibt es noch nicht. Die Erfinder betonen, dass es sich bei No more Woof lediglich um eine in Ausführung befindliche Arbeit handelt. Dass man das Gerät trotzdem schon kaufen kann, wird damit begründet, dass die Geldmittel für die weitere Entwicklung des Produkts dienen sollen. Auf der anderen Seite wird ein voraussichtlicher Liefertermin bereits angekündigt: April 2014.

Wenn ich ganz ehrlich sein soll, dann war ich mir zunächst nicht sicher, ob es sich hier um einen Witz handelt. Und wenn ich noch ehrlicher sein soll, dann bin ich’s noch immer nicht. Zwar ist dies nicht das erste aberwitzige Projekt der NSID, sie brachten uns bereits den iRock Chair, einen mit dem iPad verbindbaren Schaukelstuhl, die Flylamp, eine fliegende Lampe die einen verfolgt, sowie die Indoor Wolke Nebula 12. Der sprechende Hund allerdings schießt meiner Meinung nach den Vogel ab. Nicht nur sieht der Apparat auf dem Hundekopf sehr sonderbar aus, auch stelle ich mir die Frage: „Will ich überhaupt so genau wissen, was mein Hund denkt? Und ist es überhaupt möglich, die Gedankenmuster so sicher festzustellen?“ 

Das Projekt scheint allerdings sehr wohl ernst gemeint zu sein und gibt sich noch 59 Tage Zeit, per Crowdfunding 10.000 Dollar zu sammeln. 365 Dollar hat die NSID jedenfalls schon zusammen. Na dann, wir wünschen viel Glück!

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