Crowdinvesting-Checkliste

Crowdinvesting – schlau in Projekte investieren
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Der Unterschied zwischen Crownfunding und Crowdinvesting ist sehr bedeutend. Bei Crowdinvesting unterstützt man nicht nur finanziell das ausgesuchte Projekt, sondern erhält im Gegenzug auch Anteile an dem Startup. So profitiert man im Idealfall später von Gewinnen des Startups. Eine bekannte Crowdinvesting-Plattform ist beispielsweise Companisto.

Crowdinvesting – schlau in Projekte investieren

Die Verbraucherzentrale Berlin empfiehlt Verbrauchern, sich bei Investitionen in Form von Crowdinvesting vorab gut zu informieren.

Nach der noch geltenden Gesetzeslage würden viele Crowdinvesting-Projekte keiner Finanzaufsicht und keinen entsprechenden Informationspflichten unterliegen, so Volker Schmidtke, Referent für Finanzdienstleistungen der Verbraucherzentrale Berlin. Um die Investitionsentscheidung auf einer bestmöglichen Grundlage zu treffen, sollten Verbraucher Folgendes prüfen:

  1. Kann ich es mir leisten, die eingesetzten Gelder gegebenenfalls vollständig zu verlieren?
  2. Ist das Geschäftsmodell des Startups, seine finanzielle Grundlage und seine Investitionsplanung – wenn es sie gibt – nachvollziehbar?
  3. Ist offengelegt, wie sich das Unternehmen außer dem Crowdinvesting finanziert, wie hoch seine Verschuldung ist? Wenn nein: Nutzt die Kommentarfunktion, um das zu erfahren.
  4. Wird offengelegt, ob das Unternehmen schon einen Jahresabschluss veröffentlicht hat? Wenn nein: Nutzt auch hier die Kommentarfunktion und schaut euch den Jahresabschluss, falls erstellt, unter www.unternehmensregister.de an. Stellt die Bilanzsumme den Angaben zum Unternehmenswert auf der Crowdinvesting-Plattform gegenüber.

Crowdinvesting – Begriffserklärung

Crowdinvesting heißt, dass viele Kleinanleger über eine Online-Plattform eine junge Firma finanzieren. Die Idee stammt aus der Finanzierung kultureller oder sozialer Kleinvorhaben. „Im Crowdinvesting geht es aber heute um Unternehmensfinanzierung in zum Teil Millionengrößen, meist in Form sogenannter partiarischer Nachrangdarlehen“, erklärt Schmidtke. Das bedeute, dass bei Insolvenz des Unternehmens das investierte Geld in der Regel weg sei. „Die Insolvenzgefahr ist sehr konkret, denn meist handelt es sich um Startups ohne etabliertes Geschäftsmodell, und ein Großteil neugegründeter Unternehmen scheitert“, so Schmidtke weiter. Sind die einwerbenden Unternehmen keine jungen Startups mehr, sind sie zum Teil schon erheblich bei Banken verschuldet.

 

Aufmacherbild: How to stand out – marketing & advertising! Business concept – branding, different, original. von Shutterstock/ Urheberrecht Ed Samuel

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