Crowdsourcing für Unternehmen: Chancen und Risiken
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Crowdsourcing liegt im Trend und verändert das Verständnis für Arbeit, Innovation und Finanzierung. Als Crowdsourcing bezeichnet man die Auslagerung von Arbeits- und Kreativprozessen an die Masse der Internetnutzer. Eine heterogene, zeitlich und räumlich unabhängige Gruppe arbeitet zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Unternehmen können so die Aktivitäten und das Wissen einer großen Zahl von Internetnutzern einbeziehen. Spielarten des Crowdsourcings sind das Crowdfunding und das Crowdinvesting. Dabei werden Projekte oder Unternehmen durch die Crowd finanziert. Auf Crowdfunding-Plattformen wie Bergfürst oder Companisto erhalten Gründer zudem schnell Feedback, ob sie mit ihrer Idee auf dem richtigen Weg sind.

Crowdsourcing für Unternehmen: Chancen und Risiken

Ob Testkäufe in Filialen, Finanzierung von Projekten oder Einbindung von Kunden bei der Produkt-Entwicklung: Immer mehr Unternehmen übertragen einen Teil ihrer bisherigen Aktivitäten an die Masse der Internetnutzer, die Crowd. Die Unternehmen können sich so besser auf die Aufgabe konzentrieren, die Qualität ihrer Dienste und Produkte sicherzustellen. Wie diese neue Form der Arbeitsorganisation umgesetzt werden kann und welche Folgen sie hat, beschreibt ein neuer Leitfaden „Crowdsourcing“. Er wurde vom Arbeitskreis Social Media des Hightech-Verbandes BITKOM mit Mitgliedern des Deutschen Crowdsourcing Verbands und weiteren Experten erstellt.

Leitfaden „Crowdsourcing für Unternehmen“: Vorteile und Risiken

Crowdsourcing bringt viele Vorteile für Unternehmen mit sich. So können sie mithilfe dieser Form der Arbeitsteilung ihre Projekte flexibler gestalten oder externe Meinungen hinzuziehen. Durch das Einbeziehen der Crowd gewinnt das Unternehmen neue Perspektiven, innovative Ideen oder Expertise, die sonst unternehmensintern nicht vorhanden wären.

Der Leitfaden beschreibt auch die Herausforderungen beim Crowdsourcing im Unternehmenseinsatz. So müssen sich Unternehmensführung und Mitarbeiter mit neuen Anforderungen und Aufgaben auseinandersetzen: Open-Innovation-Prozesse, Qualitätskontrolle, Anreizgestaltung und faire Entlohnung der Crowdworker, Klärung von entstehenden arbeits- und urheberrechtlichen Fragen. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter aufklären und schulen, wenn sie die Schwarmintelligenz einbeziehen wollen.

Auch kollidiert die benötigte hohe Transparenz bei Crowdsourcing-Projekten oft mit geschlossenen Unternehmensstrukturen. Denn hinter den Unternehmensgrenzen wartet enormes Potential für Wettbewerbsvorteile, Innovationen und neue Geschäftsmodelle für diejenigen. Man muss sich nur als Unternehmen öffnen. 

Den Leitfaden „Crowdsourcing“ könnt ihr euch als PDF-Datei auf der Homepage von BITKOM downloaden

 

Aufmacherbild: crowdsourcing word cloud on a digital tablet with a cup of coffee von Shutterstock/ Urheberrecht marekuliasz

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