Crowdtesting unlimited: testhub führt Flatrate ein
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Crowdsourced Testing ist im Zeitalter von Social Media einer der heißen trends in der IT-Branche. Gerade wenn es sich um nutzerorientierte Produkte handelt, gilt das Verfahren als kostengünstig. Denn gerade bei IT-Produkten müssen Unternehmen oft mit hohen Kosten für das Testen und die Qualitätssicherung rechnen.

Der Grund: Bei Software-Anwendungen bestehen häufig vielfältige Abhängigkeiten zu technischen Rahmenbedingungen und so  stellt der Aufbau eines Testlabors, das sämtliche Kombinationsmöglichkeiten abfängt, eine immense Investition dar. Darüber hinaus  wäre die Vielfalt an Konfigurationen, Kombinationsmöglichkeiten oder Ausstattungen extrem schwer zu handhaben. Die Idee des Crowdsourcings nutzt stattdessen die Schwarmintelligenz, sprich das Wissen einer großen Anzahl von Menschen, für die Optimierung eines Produktes.

Crowdtesting per Flatrate

Ein deutscher Crowdtesting-Anbieter ist testhub. Das Berliner Unternehmen hat sich auf das Usability-Testing von Webprodukten spezialisiert und verfügt inzwischen über eine Community von über 10.000 Testern. Als erstes Unternehmen überhaupt bietet testhub seinen Kunden jetzt eine kleine Weltpremiere im Bereich des Crowdtesting: eine Crowdtesting-Flatrate. Damit können Firmen Websites, Mobile-Apps und andere Software-Applikationen beliebig oft zu einem monatlichen Festpreis testen lassen.

Laut Geschäftsführer Torsten Meyer hat diese Option zum Ziel, alle Vorteile des Crowdtesting-Ansatzes vollumfänglich nutzen zu können – und das bedeutet, dass man möglichst schnell und unkompliziert vorgehen kann. Im Vordergrund stand ferner, den Kunden ein Modell anzubieten, bei man nicht für jeden Test erneut intern eine Freigabe einholen oder sich für ein bestimmtes Testkontingent entscheiden muss. Wie Meyer erläutert, führt gerade das dazu, “dass weniger oft getestet wird, als dies eigentlich sinnvoll wäre.“ Mit der Flatratte sorgt ein oder mehrere zusätzliche Tests nicht mehr für Extra-Aufwand und vor allem nicht für steigende Kosten.

Mehr Flexibilität, schnellere Tests

War in der Vergangenheit der Umfang der gebuchten Leistungen in den angebotenen Paketen von testhub fest definiert, hat man nun die Möglichkeit, innerhalb der Flatrate zu variieren. Die Grundpreise richten sich nach der Team-Größe beim Kunden, also der Anzahl der Entwickler. Die Idee dahinter ist laut Meyer, “dass größere Teams natürlich zum einen öfter testen und zum anderen auch mehr Fehler produzieren können.” Entsprechend definiert man als Kunde über die Team-Größe für welche Produkte die Flatrate gelten soll. Das Hinzubuchen einer bestimmten Anzahl an Test-Case Ausführungen zur Flatrate ist ebenfalls möglich und regelt, wie viele einzelne Test-Case Ausführungen die Teams pro Monat durchführen lassen können.

Mit der Einführung des Flatmodells sollen Kunden nun selbst Tests auf der Plattform einstellen können und selbst manuelle Test-Cases definieren. Man kann so z.B. einen Regressionstests für bestimmte Use-Cases definieren, die auf verschiedenen Umgebungen durch die Tester ausgeführt werden sollen, statt dies intern über eigene Mitarbeiter und Test-Systeme abbilden zu müssen.

Im Hintergund musste dafür der Automatisierungsgrad deutlich erhöht und einige Features, die vorher nur intern zur Verfügung standen, für die Kunden freigeschaltet werden. “Unsere Kunden sehen damit nahezu “1:1” das, was wir auch intern sehen”, erklärt Meyer. Das beinhaltet beispielsweise die Möglichkeit, direkt über das jeweilige Test-Forum mit den Testern zu kommunizieren oder während dem Test eine E-Mail mit zusätzlichen Hinweisen an alle Tester zu senden. 

Auf Basis der bisherigen Erfahrungen des testhub Teams hat die indirekte Koumminkation mit den Testern in der Vergangenheit gerne mal zu Verzögerungen und Reibungsverlusten geführt. Diese sollen jetzt vermieden werden. “Man kann deshalb als Kunde zu jedem Issue Rückfragen stellen, man hat Zugriff auf das Diskussionsforum zum Auftrag, kann wichtige Informationen direkt an die Tester per Email schicken oder für die Tester einen zusätzlichen Anhang mit weiteren Erklärungen hochladen”, beschreibt Meyer den neuen Prozessablauf.

Wir sind gespannt, wie das neue Modell des Crowdtesting auf Flatrate-Basis von den Kunden angenommen wird. Für Unternehmen, die viel und flexible testen müssen, ist das Modell sicherlich eine willkommene Alternative, um schnell und unkompliziert an Feedback von Nutzern zu kommen.

Aufmacherbild: crowdsourcing network concept Foto von Shutterstock / Urheberrecht: S.john

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