CSU Shitstorm: Politiker weiß „wer der Babo ist“
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Schon wieder ist ein Shitstorm ausgebrochen. Opfer dessen ist diesmal der CSU-Politiker Fabian Giersdorf geworden. Besonders auf Facebook bekommt er so einigen spöttischen Kommentar hinterlassen, doch ein paar Stimmen sprechen ihm auch Respekt für seinen kürzlichen Fauxpas aus. 

Die mittelfränkische Stadt Roth zieren derzeit anlässlich der Stadtratswahl Plakate verschiedener Amtsanwärter. Darunter bis kürzlich auch solche des 23-jährigen Giersdorf. Der Skandal: Unter dem biederen Foto des Politikers prangte der Spruch: „Chabos wissen, wer der Babo ist“, ein Zitat aus dem gleichnamigen Hit des deutschen Rappers Haftbefehl. Als Wahlspruch ziemlich ungeeignet, insbesondere wenn man die weiteren Lyrics des Songs einmal genauer unter die Lupe nimmt, die mitunter sehr tief unter die Gürtellinie gehen: „Immer noch der selbe Chabo, Bitch, den du am Bahnhof triffst, wie er grade Nasen snifft“, rappt sich Haftbefahl nicht gerade christlich-sozial durch sein Lied.

So richtig viel wird sich der Politiker wohl bei seiner Kampagne nicht gedacht haben, denn auf seiner offiziellen Facebook Seite nimmt er Abstand von den Songlyrics. Sein Ziel war wahrscheinlich einfach, eine jüngere Wählerschaft anzusprechen, wie schon vor ihm beispielsweise die FDP-Politiker Burkhardt Müller-Sönksen, als er zum „Chillen und Grillen“ einlud und Linus Vollmer, der sich #YOLO auf seine Flyer drucken ließ.

Fabian Giersdorf scheint mit seinem Spruch aber nun wirklich einen Schritt zu weit gegangen zu sein, denn abgesehen von Spott und Hohn, drohen ihm auch rechtliche Schritte von Haftbefehl, der keine Einwilligung zur Verwendung des Spruchs erteilt hatte.

Naja, wenigstens gibt es bei Facebook nun eine Fanseite für Giersdorf. Wir wünschen viel Glück bei der Wahl.

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