Das WordPress-Buch
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Die Erfolgsstory von WordPress ist eigentlich bekannt. Aber die Zahlen, die Matt Mullenweg bei dem diesjährigen WordCamp Ende Juli und damit zwei Monate nach dem 10. Geburtstag des Web-Publishing-Systems in San Francisco präsentierte, beeindrucken trotzdem. WordPress verzeichnete in den vorangegangenen zwölf Monaten weltweit 46 Millionen Downloads, was 89 Downloads pro Minute entspricht. 69 Prozent der User nutzen WordPress als reines CMS, zwanzig Prozent für Blogs und Websites, nur sechs Prozent ausschließlich für Blogs. Insgesamt basieren fast 19 Prozent aller Websites auf WordPress – Tendenz steigend („elegant themes“ hat die bemerkenswerten Daten in einer Infografik zusammengefasst).

Da verwundert es nicht, dass in der bei Einsteigern beliebten Reihe „Querformater“ des O´Reilly-Verlags nun auch ein Buch über die Blogging- und CMS-Software erschienen ist. Nach Titeln über Twitter, diverse Facebook-Themen, iOS und Android ist das logisch und konsequent. Autor des Buches ist der Journalist, Dozent und Webdesigner Moritz „mo.“ Sauer, dessen Entscheidung für WordPress im Jahr 2008 fiel. Er scheint sie – wie viele von uns – nicht bereut zu haben.

„Das WordPress-Buch“ richtet sich an Einsteiger und möchte diesen einen verständlichen und unkomplizierten Praxisleitfaden anbieten, der alle wichtigen Informationen und Arbeitsschritte hin zum eigenen Blog bzw. zur eigenen Website kompakt darstellt. Dazu greift es auf das bewährte „links Bild – rechts Text“-Prinzip zurück. Das ist übersichtlich und erspart ein ständiges und vor allem lästiges Blättern. 

In der Kürze liegt tatsächlich die Würze

Inhaltlich ist das Buch in neun Kapitel gegliedert. Zum Auftakt geht es um die Frage, ob die Entscheidung auf WordPress.com oder die Installation auf eigenem Webspace fallen sollte. Sauer erläutert jeweils die Vor- und Nachteile und führt die Leser Schritt für Schritt durch die Installation. Im zweiten Kapitel widmet sich der Autor der Planung und dem Aufbau eines WordPress-Projektes. Im dritten Abschnitt werden bereits erste Inhalte wie die Veröffentlichung von Beiträgen, Bildern und Videos behandelt. Auch die Kapitel vier und fünf widmen sich grundsätzlichen Themen und Konfigurationsmöglichkeiten. Die Einstellungen für Kommentare und Permalinks werden geschildert, aber auch die Verwaltung hochgeladener Bilder und Dateien oder die zeitgesteuerte Veröffentlichung von Beiträgen. 

Die folgenden Kapitel sechs bis acht zielen auf die Individualisierung des WordPress-Projektes ab: Wie findet man das passende (Responsive) Theme, wie wird ein Menü erstellt und wie funktioniert die Gestaltung der Seite mithilfe der Widgets? Einen großen Raum nimmt selbstverständlich das Thema „Plugins“ ein. Besonders hilfreich sind hierbei die dargestellten Auswahlkriterien und konkreten Vorschläge für Plugins – für SEO und vieles mehr. Im abschließenden neunten Kapitel weist Moritz „mo.“ Sauer auf den richtigen Umgang mit Updates und Aktualisierungen hin.

Für jedes Unterkapitel braucht das Buch jeweils nur zwei Seiten: die Linke für die Abbildung, die Rechte für den erklärenden Text. Das Kunststück, trotz der Kürze eine gelungene und hilfreiche Praxisanleitung zu liefern, gelingt. Das liegt vor allem an den hervorragenden Texten, die stets präzise formuliert sind und sich auf die Lösung der Fragestellung beschränken. Auch dass WordPress nahezu zeitgleich mit dem Erscheinen des Buches die neue Version 3.6 mit dem ebenfalls neuen Twenty-Thirteen-Theme veröffentlicht hat, ist zwar für das Buch schade, aber für dessen Nutzwert unproblematisch. 

Fazit

„Das WordPress-Buch“ ist eine hervorragende Einstiegslektüre für die Nutzung von WordPress. Das Buch ist kompakt und fundiert, konzentriert sich auf die wesentlichen Punkte und driftet zu keiner Zeit ab. Künftige Blogger und Seitenbetreiber überstehen so nicht nur die bekannte 5-Minuten-Installation, sondern auch die Individualisierung und den Launch ihrer Seite. 

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