Datenschutz: Apple und die 2-Wege-Authentifizierung
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Nach Veröffentlichung des iPhone 6 und seiner Bezahlfunktion wurden ziemlich schnell Stimmen laut, die nach einer 2-Wege-Authentifizierung riefen, zu Recht. Viel zu lange hat sich Apple mit diesem neuen Schutzmechanismus Zeit gelassen, doch nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Das liegt wohl auch mit an den Schlagzeilen über entwendete Privatfotos von unzähligen, mehr oder weniger bekannten und berühmten, iCloud-Nutzern.

Apple, Datenschutz und 2-Wege-Authentifizierung

Nun äußert sich Tim Cook zum Thema Datenschutz. Die 2-Wege-Authentifizierung, heißt es dort, würde die Apple ID und nun auch alle gespeicherten Daten in der iCloud schützen.

Das stimmt so nicht ganz.

Paul Ducklin beschreibt die Situation auf Naked Security:

Im FAQ von Apple heißt es, die 2 Wege-Authentifizierung greift, wenn man sich bei My Apple ID einloggt um den Account zu bearbeiten, sich mit einem neuen Gerät auf iCloud oder iCloud.com anmeldet, im iTunes-, iBook- oder App-Store etwas kauft oder Support über die Apple ID erhält.

2-Wege-Authentifizierung schützt nur bedingt

Das ist schon sehr gut – allerdings möchten wir darauf hinweisen, dass Apple zwar „alle gespeicherten Daten“ schützt aber dies tatsächlich nur beim ersten Login mit einem neuen Gerät tut. Anders gesagt: Wer sich erstmalig mit einem neuen iPhone angemeldet hat, den schützt die 2-Wege Authentifizierung zwar beim Login, nicht aber beim späteren Speichern und Synchronisieren der Daten. Es kann für Online-Käufe nicht eingeschaltet werden und nicht für direkte Interaktionen mit der iCloud oder das Wiederherstellen von Daten genutzt werden.

Aufmacherbild: WARSZAWA, POLAND – APRIL 01, 2014. New Apple Iphone 5s in gold color with earphones.The iPhone is the top-selling phone of any kind in some countries via Shutterstock / Urheberrecht: Neirfy

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