DDoS nur eine Werbemaßnahme für CloudFlare?
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Gestern berichteten wir von DDoS-Attacke, die ein Niederländischer Webhoster aus Wut auf eine niederländisch-/schweizerische Anti-Spam-Organisation angezettelt haben soll. Während die Berichterstattung der New York Times so zitierenswürdig erschien, dass die ganze Welt davon berichtete (wir eingeschlossen), prüften die Kollegen bei Gizmodo nach, was an der Sache dran ist.

300 Gigabit pro Sekunde sollen durch das Domain Name System des WWW gegangen sein, also sollte dies auch irgendwo auf den Diagrammen der globalen Datenverkehrs-Indizes auftauchen. Doch genau dies konnte Sam Biddle nicht feststellen.

Irgend etwas schien also faul zu sein, an der Sache. Auch die „Experten Statements“, die Matthew Prince, der Chef des Cloudhosting-Anbieters CloudFlare, abgegeben hatte, klopfte sich viel zu auffällig selbst auf die Schulter, weil sein Netzwerk dem angeblichen Druck der Attacke standhalten konnte. Doch egal wen Biddle fragte: Niemand konnte außerhalb von den Niederlanden Einschränkungen im Betriebsablauf feststellen. Nur Spamhaus und das von ihm beauftrage CloudFlare waren wirklich betroffen.

Abgesehen von Gizmodo ist also ein großer Teil der Tech-Presse einem Hoax aufgesessen. Erst ein bohrender Tweet konnte zeigen, dass in der Meldung nichts als heiße Luft entweicht.

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