Deutschem Einzelhandel entgehen 7 Milliarden Euro

Defizite bei mobiler Infrastruktur
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Dieses Jahr wird der M-Commerce-Umsatz in Deutschland 14,4 Milliarden Euro betragen und sich damit im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln. Das ist das Ergebnis einer internationale Untersuchung im Auftrag von deals.com.

Mit der technischen Entwicklung geht auch eine Veränderung des Einkaufsverhaltens der deutschen Konsumenten einher. Zwar ist das Smartphone primär noch kein Shopping-Kanal – nur 13 Prozent schließen darüber ihre Online-Bestellung ab und lediglich sechs Prozent haben darüber schon mal im Geschäft gezahlt – aber es hat sich längst als integraler Bestandteil des Kaufprozesses etabliert: Vier von fünf Verbraucher nutzen es zum Preisvergleich und dem Lesen von Rezensionen (je 79 Prozent), sieben von zehn suchen mobil nach Angeboten und Gutscheincodes (70 Prozent).

Die Bedeutung von Mobile beim Shopping steigt und die Ansprüche der Kunden an die Händler wachsen. Zu lange Ladezeiten von Händler-Webseiten (66 Prozent) und eine nicht für mobile Endgeräte optimierte Darstellung (45 Prozent) schrecken die deutschen Verbraucher ab – sogar noch mehr als Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes (45 Prozent). Doch auf Händlerseite herrscht Nachholbedarf: Derzeit ist nur jede vierte Händler-Webseite in Deutschland (27 Prozent) mobil-optimiert.
Dieser Herausforderung muss auch der stationäre Handel mit einer strategischen Neuausrichtung entlang der veränderten Kundenwünsche begegnen. Die deutschen Shopper wünschen sich von Smartphone-freundlichen Offline-Händlern vor allem mobile oder App-basierte Treue- und Bonusprogramme (45 Prozent), eine Verfügbarkeitsüberprüfung und Reservierungsfunktion (43 Prozent), mobile Bezahlmöglichkeiten (40 Prozent) sowie mobile Gutscheine (38 Prozent). Jeder Vierte (27 Prozent) erwartet einen freien WLAN-Zugang im Ladengeschäft.

Mobile Aufrüstung

Händler, die diese Bedürfnisse nicht berücksichtigen, lassen sich bares Geld entgehen: 28 Prozent der hiesigen Konsumenten würden pro Einkauf durchschnittlich rund acht Euro mehr ausgeben, wenn ein Shop ihnen ein besseres mobiles Erlebnis bieten würden, das die gewünschten Angebote umfasst. Allein in diesem Jahr wären das hochgerechnet sieben Milliarden Euro zusätzlicher Umsatz für den deutschen Einzelhandel.
„Investitionen im Bereich Mobile sind für Einzelhändler wichtiger als je zuvor. Unsere Studienergebnisse belegen, dass eine bessere mobile Infrastruktur der Shops die Kundenzufriedenheit und damit Absätze steigert. Die Entwicklung im M-Commerce ist nicht nur technologischer Natur, sondern verändert auch nachhaltig unser Konsumverhalten – und dieser Wandel muss auch in den Köpfen der Händler stattfinden”, sagt Karina Spronk, Leiterin Partner Management bei deals.com. „Wenn die unbefriedigende Mobile-Performance der Shops bisher die größte Einkaufshürde für die Kunden darstellt, so ist dies eine ausgezeichnete Gelegenheit für Händler, Mobile in ihre Strategie zu integrieren und von der rasant wachsenden Nachfrage zu profitieren. Egal ob online oder offline: Wer den Einstieg ins Mobile-Geschäft verschläft, droht den Anschluss endgültig zu verlieren. Allgemein sollten Händler zukünftig mit den Verbrauchern Schritt halten statt ihnen hinterherzulaufen.“

Aufmacherbild: Man Viewed Through Window Of CafÃ?¢?? Using Mobile Phone via Shutterstock / Urheberrecht:  Monkey Business Images

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