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Deutsche Apps: 83 % in Stores unsichtbar
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Der Wettbewerb um die Sichtbarkeit in den Appstores hat sich 2014 noch weiter verschärft. Die Flut der Apps im Store und der Kampf um Sichtbarkeit zeigt, dass der App-Markt für die Entwickler zunehmend schwieriger wird.

Deutsche Apps um 81 Prozent gestiegen

Im gesamten Jahr 2014 wuchs die Anzahl deutscher Apps in den Stores um 81 Prozent von 152.011 zum Jahresanfang auf 275.592 zum Stichtag am 31. Dezember. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der deutschen App-Zombies – der Apps, die nicht regelmäßig im Appstore angezeigt werden – von gut 100.000 auf 213.460 mehr als verdoppelt. Das ergab eine Erhebung von adjust.

App-Zombies

Diese Zombies machen derzeit 80,6 Prozent aller verfügbaren deutschen Apps aus. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass weniger als 20 Prozent aller deutschen Apps genügend Downloads erzielen, um regelmäßig in den Ranglisten angezeigt zu werden. Der Anteil an Zombies unter den deutschen Apps hat mittlerweile auch fast das internationale Niveau (82,8 Prozent) erreicht. Im Januar 2014 lag die Zombie Quote unter den deutschen Apps noch bei 67,4 Prozent und damit deutlich unter der globalen Zombie-Quote von damals 74 Prozent.

Es gibt keinen Zweifel, dass der deutsche Mobile-Markt unglaublich schnell wächst. Wenn sich dieser Trend fortsetzt – und derzeit sieht es stark danach aus – kann zum Jahresende weniger als ein Zehntel der deutschen Apps noch Nutzer über die App Stores gewinnen. Das werden genau die Apps sein, die bereits eine erhebliche Zugkraft haben“, kommentiert Christian Henschel, CEO und Mitgründer von adjust. „Der Appstore als Quelle organischer Nutzer hat nur eine begrenzte Leistungsfähigkeit. Wenn diese erreicht ist, ist der Appstore am Ende.

300 Platzierungen in 23 Kategorien

Eine App gilt als „Zombie-App“ , wenn sie es nicht mindestens an zwei von drei Tagen durch genügend Downloads auf eine der Bestenlisten schafft. In jedem der 155 iOS-Länderstores gibt es bis zu 300 Platzierungen in 23 Kategorien mit zusätzlichen 18 Unterkategorien im Bereich Spiele. Darüber hinaus konkurrieren kostenpflichtige und kostenfreie Apps auf verschiedenen Listen. Es gibt also eine Vielzahl an möglichen Platzierungen. Eine App, die nicht in den Hitlisten auftaucht, wird Nutzern nur angezeigt, wenn sie die Suchfunktion nutzen.

Mittlerweile müssen alle Entwickler ihre Apps bewerben“, sagt Henschel. „Für 2015 stellen wir uns auf einige neue Methoden ein, durch die die Werbung für den Verbraucher weniger störend wird und gleichzeitig einen echten Mehrwert bietet. Mit besserer User Experience darf Werbung auch neue Wege gehen, um gute Inhalte an den Mann zu bringen. Die Methoden, mit denen wir uns beschäftigen – etwa die in-App Verwendung der Werbedaten – versprechen schon jetzt große Verbesserungen für den User, indem sie die Lücke zwischen Werbung und App schließen.“

 

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