Deutsches Startup zwitschert mit Twitter
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In Zusammenarbeit mit dem Berliner Startup SoundCloud hat Twitter eine neue App entwickelt, mit der User Musik auf Grundlage personalisierter Vorschläge entdecken und direkt abspielen können. Wie CNET aus dem näheren Umfeld des Unternehmens erfahren haben will, basiert die App auf Technologien, die Twitter durch die Übernahme von We Are Hunted im letzten Jahr erworben hat. SoundCloud wurde 2007 von Alex Ljung und Eric Wahlforss gegründet und im August letzten Jahres vom Weltwirtschaftforum zu den Technology Pioneers 2013 gewählt. Durch die aktuelle Kooperation mit Twitter dürfte dem Berliner Startup nun der große Coup gelungen sein. Aktive Nutzer sollen dabei automatisch zu dem neuen Twitter Music eingeladen werden, sobald dieser gelauncht wurde.

Twitter Music, das bereits in diesem Monat für iOS erscheinen soll, empfiehlt dem Nutzer basierend auf einer Reihe von verschiedenen Parametern über vier verschiedene Tabs neue Songs und Künstler. Im ersten Tab werden dabei Songs auf Grundlage der Künstler, denen man folgt, zusammengestellt. Der zweite Tab schlägt Songs vor, die aktuell im eigenen Netzwerk gehört werden. In einem dritten Tab werden die beliebtesten Songs vorgestellt und ein vierter Tab bietet schließlich aufstrebende Geheimtipps an. SoundCloud ermöglicht es dabei, die Musik direkt abspielen zu können.

Bereits im Januar erweiterte Twitter das Zwitscher-Angebot um die Video-Technologie Vine. Mit der Erweiterung des Dienstes um eine Music App geht das Unternehmen nun einen weiteren Schritt in Richtung allumfassender Medienservice. Anders als Vine soll die Music App dabei eindeutig als Twitter-App erkennbar sein. Die Einführung eines Musikdienstes scheint insbesondere in Hinblick auf die Interessen der Twitter-Nutzer vielversprechend, da Popstar-Accounts von einer breiten Masse verfolgt werden. Auch der Account Twitter Music mit News und Nachrichten rund ums Thema Musik kann bereits 2,3 Millionen Follower verzeichnen. Die App Twitter Music wird zudem nicht allein Twitter-Usern zur Verfügung stehen. Hiervon erhofft sich das Unternehmen, weitere User für das Netzwerk gewinnen zu können.

Der Erfolg von Twitter Music wird weitestgehend davon abhängig sein, inwieweit die User bereit sind, andere Music Discovery Programme aufzugeben. Pandora beispielsweise hat etwa 67 Millionen aktive Nutzer und andere Dienste wie Spotify werden immer beliebter.

Ob deutsche Startups mit diesem Schema neue Erfolge erzielen können? Wie der IHK Gründerreport berichtet, nimmt die Zahl der deutschen Startups stetig ab – obwohl einige eindeutige Erfolge in der Szene zu verzeichnen sind.

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