#Deutschland25 – Projekt „Generation Mauerfall”
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Vor 25 Jahren wurde die deutsch-deutsche Grenze geöffnet und veränderte von einem Tag auf den anderen den Lebensverlauf tausender Menschen. Das Projekt „Generation Mauerfall“ porträtiert 25 Persönlichkeiten der Jahrgänge um 1989/90 in kurzen Videos und Interviews auf #Deutschland25.

#Deutschland25 – „Generation Mauerfall”

25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer begibt sich Google auf die Suche nach der „Generation Mauerfall”. Unterstützt von Journalisten und Regisseurin Bettina Blümner werden 25 außergewöhnliche Persönlichkeiten der Jahrgänge um 1989/90 porträtiert. Was zeichnet jene jungen Menschen aus, die das geteilte Deutschland nur aus dem Geschichtsbuch kennen? Welche Träume, welche Werte verbinden sie? Welche Fragen haben sie an die deutsche Gesellschaft? Auf der Webseite #Deutschland25 werden nur noch bis Sonntag, den 9. November, 25 dieser jungen Deutschen vorgestellt, die durch ungewöhnliche Projekte und Unternehmungen für das veränderte Selbstverständnis ihrer Generation stehen. Einige von ihnen hat die Regisseurin in Kurzfilmen gewürdigt. Die 25 Geschichten werden in Interviews auf der Webseite vorgestellt.

Austausch zwischen Einheimischen und Flüchtlingen

Unter den Geschichten ist auch die der 25-jährigen Ninon aus Berlin. Vor einem Jahr gründete sie mit drei Kommilitonen das Projekt „Über den Tellerrand kochen”. Ihre Idee: durch das gemeinsame Kocherlebnis einen Austausch zwischen Einheimischen und Flüchtlingen zu ermöglichen. Ein Kochbuch mit Rezepten und Geschichten von Flüchtlingen ist genauso Teil des Projekts wie die gemeinsamen Kochworkshops. Für die Zukunft planen Ninon und ihr Team, das Kochbuch auch in andere Sprachen zu übersetzen und im Ausland zu verkaufen. Außerdem möchten sie ihre Kochkurse in ganz Deutschland anbieten.

Wertewandel: Nutzen statt Besitzen

Auch die Geschichte von Thekla und Pola wird im Rahmen von #Deutschland25 erzählt. Die beiden jungen Frauen aus Hamburg gründeten vor zwei Jahren mit der „Kleiderei” eine „Bücherei für Kleider”, in der man Mode leihen statt kaufen kann. Gegen einen monatlichen Beitrag dürfen sich Kunden im Laden an der Hamburger Sternschanze einmal im Monat vier Kleidungsstücke ausleihen. Mit ihrem Konzept möchten die beiden Frauen den Kleiderkonsum verändern ‒ weg von Überkonsum und Überproduktion hin zu einer neuen Wertschätzung der Dinge.

Social Startup: Digital Helpers

Laut einer Studie des Statistischen Bundesamts haben rund 20 Prozent der Haushalte in Deutschland keinen Computer und keinen Zugang zum Internet. Genau hier setzt das Projekt „Digital Helpers” des 24-jährigen Leo an. Er und sein Team haben es sich zur Aufgabe gemacht, aussortierte Computer an bedürftige Menschen zu verteilen. Das in München gegründete Social Startup organisiert zusammen mit dem Bundesverband Deutsche Tafel e.V. die Umverteilung alter Computer, die sonst vielleicht im Müll landen würden. 

Interaktive Weltkarte und Kachel-Optik

Die Website hat einen klaren, reduzierten Aufbau. Im Hintergrund befindet sich eine interaktive Weltkarte, auf der die Kommentare der User als bunte Punkte dargestellt und geografischen Orten zugeordnet werden. Somit sollen Interessenschwerpunkte der Menschen in Städten und Regionen visualisiert werden. Jedes einzelne Kommentar kann angeklickt und durchgelesen werden. Die Karte liefert somit eine Art interaktives Porträt der Deutschen heute ‒ 25 Jahre nach dem Fall der Mauer.

In der linken Hälfte des Bildschirms werden in separaten Kacheln, die über der Weltkarte schweben, 25 Geschichten des „Generation Mauerfall“-Projektes gefeatured. Klickt man eine der Kacheln an, gelangt man zu den einzelnen Interviews, sieht Meinungen anderer Leser dazu und kann selbst ein Kommentar hinterlassen.

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