Die 5 Kardinalfehler bei Onlineshops
Kommentare

Ein Onlineshop wird heutzutage selbst bei kleinen Einzelhändlern nahezu vorausgesetzt. Viele neue potentielle Kunden warten im Netz und so ist es sehr verlockend, das eigene Ladengeschäft in die virtuelle Welt zu tragen. Leider bedeutet jedoch nicht jeder Onlineshop auch gleich wirtschaftlichen Erfolg. Häufig werden für die Gestaltung und Implementierung schmerzhafte Summen in die Hand genommen. Noch schmerzhafter wird es jedoch, wenn dann die Kundschaft und der ROI ausbleiben. Wir nennen in diesem Artikel fünf Kardinalfehler, welche auf keinen Fall begangen werden sollten, wenn der eigene Shop online gehen soll.

 

1. Webshop fertig, Budget alle

Viele Betreiber denken primär an die technische Umsetzung und an das Design ihres Webshops, wenn der Start beginnt. Ein Webshop ohne ansprechende Produktbeschreibungen und ohne Online-Marketing-Budget hat jedoch kaum eine Chance am Markt. Daher sollten immer auch die Folgekosten im Budget mitbedacht werden. Ein guter Webshop braucht Pflege und gezielte Werbung – auch das kostet. 

2. Wir brauchen alle unsere Artikel auch Online

Bei Onlineshops ist nicht unbedingt Masse der Schlüssel zum Erfolg. Viel mehr sollte sich sehr gut überlegt werden, welche Artikel für den potentiellen Online-Kunden interessant sind und welche auch wettbewerbsfähig angeboten werden können. Jeder Artikel braucht eine interessante Beschreibung und muss auch schnell lieferbar sein. Ein kleines aber feines Sortiment ist da häufig der bessere Weg zum wirtschaftlichen Erfolg. Regelmäßige Nachprüfung der Verkaufszahlen und Anpassungen gehören im Anschluss ebenfalls zu den Hausaufgaben.

3. unsere Produkte werden gewollt, das weiß ich

Marktforschung ist zeitintensiv und die Gefahr mit unangenehmer Kritik konfrontiert zu werden ist hoch. Die eigene Euphorie des bald bevorstehenden Geldsegens lässt häufig die Augen vor einer neutralen Betrachtung verschließen. Trotz alledem ist eine gezielte Umfrage im bisherigen Kundenumfeld notwendig. Ein „Du würdest doch sicher auch bei uns Ware x kaufen oder?“ lässt jedoch kaum ein ehrliches Feedback zu. Etwas seriöse Distanz ist hier also unabdingbar. Kundenbefragungen sind auch im aktiven Betrieb des Onlineshops eine wichtige Hilfe zur Qualitätskontrolle. Dabei gilt folgende Empfehlung: Besonders unzufriedene Kunden geben das hilfreichste Feedback zum eigenen Optimierungspotential.

4. Fehler bei Impressum, AGB oder Widerrufsbelehrung

Rechtliche Fallstricke lauern überall. Gerade für kleine Einzelhändler ist eine ausführliche Rechtsberatung häufig schlicht zu teuer. So verlässt man sich gern auf Mustervorlagen, welche man im Netz findet. Doch es kommt immer wieder zu Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen und was gestern noch ausreichend war, kann heute schon abmahnfähig sein. Viele Mitbewerber beobachten sehr genau den Markt und greifen nicht selten zum Mittel der Abmahnung gegenüber der Konkurrenz. Lassen Sie also besser einen Fachmann über ihren Webshop schauen, bevor es die Konkurrenz tut.

5. Wildwuchs bei den Ordnerstrukturen und Metatags

Ein Schnellschuss bei Konzeption und Implementierung kann weitreichende negative Auswirkungen auf das Ranking in den Suchmaschinen haben. Da die wenigsten Neukunden einen Online-Shop intrinsisch ansteuern, sind Google und Co wichtige Lotsen zum eigenen Shop. Besteht beispielsweise eine URL nur aus Zahlen, Buchstaben, Sonderzeichen, ist das nicht nur für die Kunden verwirrend, sondern auch für die Suchmaschinen. Es ist also wichtig, Kategorien sowie Artikelnamen in der URL zu integrieren. Auch Metadaten wie Tags und Meta Description sollten sorgsam gepflegt werden, um die eigene Sichtbarkeit bei Google zu erhöhen. Eine durchdachte Seitenstruktur verhindert auch die Gefahr von Dublicate Content, einem weiteren Abturner der Google-Bots.

 

Aufmacherbild: message on keyboard pad, for online or internet shopping concepts. via Shutterstock / Urheberrecht: mtkang

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -