Der Fahrdienst als Videospiel

Die App zum Freitag: UberDrive
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Uber hat eine neue App mit dem Namen UberDrive auf den Markt gebracht, die die Routine eines Uber-Fahrers als Videospiel verpackt. Halb Entertainment, halb Ernst – der Transport- und Limousinendienst will damit neue Fahrer gewinnen, die sich idealerweise bereits gut im Job auskennen.

UberDrive ist ein Smartphone-basiertes Videospiel, dass in groben Zügen die Arbeit eines Uber-Fahrers nachahmt. Die App richtet sich an Menschen, die sich eine zukünftige Arbeit als Fahrer vorstellen können oder bereits für das Unternehmen arbeiten und ihre Navigationsfähigkeiten verbessern wollen. Die Gestaltung als Spiel soll der ganzen Sache einen spaßigen und kreativen Anstrich verpassen.

Direkt durch das Spiel zum Job

Den Launch des „mobile game that puts you in the driver’s seat“ verkündete Uber gestern offiziell in einem Blogpost. Es ist nicht nur für bereits aktive Fahrer verfügbar, sondern für alle (die im Besitz eines iPhones sind). Es kann also durchaus auch als neue Strategie zur Rekrutierung angesehen werden: wenn ein Nutzer sich im Spiel gut anstellt, wird ihm vorgeschlagen, sich doch gleich innerhalb der App als echter Fahrer zu bewerben.

Nutzer der App fahren in San Francisco – bisher die einzige freigeschaltete Stadt – von A nach B, wobei sie dazu angehalten sind, die effizienteste Route auszuwählen. Dabei werden Fakten zu einzelnen Orten ausgespielt. Wer Trips erfolgreich meistert, erlangt Zugang zu neuen Gegenden und Fahrzeugen. Auch Informationen dazu, wie man ein besserer Fahrer wird, sind in die App eingebunden. Zudem forciert sie den Lernprozess der Nutzer durch eingebaute Quizfragen. UberDrive gibt es hier im App Store.

Bei konsequenter Weiterentwicklung dieser Idee, könnte dann nicht jeder Job erst einmal spielerisch am Smartphone getestet werden? Der Arbeitnehmer weiß, was ihn erwartet; der Arbeitgeber kann damit rechnen, dass der Bewerber bereits über die Anforderungen informiert ist. So könnte man üben, juristische Fälle zu lösen, Kriminelle festzunehmen oder Brötchen zu verkaufen und dabei seine Fähigkeiten direkt unter Beweis stellen. Irgendwann kann dann vielleicht sogar der echte Job mit minimalen Fingerbewegungen vom Bett aus erledigt werden!

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