Die MobileTech Conference 2014 verkündet die Post-Smartphone-Ära
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Smartphones und Co. haben einen festen Platz in unserem Alltag eingenommen, das zeigen auch die steigenden mobilen Internetzugriffe. Allein im vergangenem Jahr sind die mobilen Internet-Zugriffe um 81

Smartphones und Co. haben einen festen Platz in unserem Alltag eingenommen, das zeigen auch die steigenden mobilen Internetzugriffe. Allein im vergangenem Jahr sind die mobilen Internet-Zugriffe um 81 Prozent gewachsen – aber was kommt als nächstes? Die IT-Branche kennt bekanntlich keinen Stillstand, ganz im Gegenteil: jedes Jahr kommt ein neues iPhone auf den Markt – und die Mitbewerber ziehen erfolgreich nach. Wearable Technology wird als großer Trend der Mobile-Branche gehandelt – stimmt das aber? Am Dienstag, den 18. März 2014, haben Maks Giordano, Dirk Hoffmann, Reto Wettach in der Keynote mit dem Titel „Willkommen in der Post-Smartphone-Ära“ die diesjährige MobileTech Conference in München eröffnet. Wohin geht die mobile Reise? Diese Frage diskutierte Maks Jordano, ein Vordenker der Mobile-Szene, zusammen mit seinen Mitrednern.

Die Zukunft findet Jenseits von Smartphones und Tablets statt.

Der Mobile World Congress in Barcelona gilt in der Branche noch als einer der wichtigsten Schauplätze für Innovationen. Maks Giordano, Dirk Hoffmann, Reto Wettach waren vor Ort und zogen in Ihrer Keynote eine ernüchternde Bilanz: „So gut wie alle namhaften Hersteller zeigten neue Wrist Bands oder Smartwatches. Die interessantere Frage ist aber, wie könnten die Business-Modelle und Dienstleistungen aussehen, die diese Geräte ermöglichen“, resümierte Dirk Hoffmann und schob nach: „Es scheint, als würde die gesamte Branche auf das erste Wearable Technology Device von Apple warten, damit wir endlich verstehen, was der eigentliche Sinn dieser Geräte ist.“ Zustimmendes Lachen aus dem Publikum.

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„Das Feld ist offen, Kreativität lohnt sich“

Für den User Interface-Spezialisten Reto Wettach wird die Hardware in Zukunft nicht die Hauptrolle spielen. Die Branche steht vor einem Umbruch und unlängst mischen neben den großen Playern der Industrie auch kleinere Unternehmen und  Startups mit. Prototypen werden innerhalb weniger Tage produziert. Täglich strömen neue Apps auf den Markt. Banale Alltagsgeräte, wie twitternde Körperwaagen, interaktive Feuermelder und lernfähige Thermostaten werden sexy. „Kreativität lohnt sich!“, rief Reto Wettach dem Publikum der MobileTech Conference zu.

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Mit dem Schnelllesedienst Spritz präsentierte Dirk Hoffmann eine Idee, mit der User bis zu 1.000 Wörter pro Minuten lesen können. Beim normalen Lesen wird nur 20 Prozent der Zeit für das Verarbeiten des Gelesenen beansprucht. Den Rest der Zeit braucht der Mensch dazu, dem Satz mit den Augen zu folgen. Wort für Wort, Zeile für Zeile. Außerdem muss bei jedem Wort vor der Verarbeitung erst einmal der Optical Recognition Point, kurz ORP, also ein Punkt innerhalb des Wortes auf dem das Auge ruhen kann, gefunden werden. Die Macher von Spritz haben eine neue Technik entwickelt, bei der die Zeit, die für diesen physische Bewegungen verbraucht wird, komplett wegfällt. Statt ganzer Sätze wird stets nur ein einziges Wort angezeigt, dieses ist maximal dreizehn Zeichen lang und der ORP ist bereits festgelegt, indem der mittlere Buchstabe des Wortes rot markiert ist.

Der Prosumer ist da, Nutzer entwickeln Ideen mit

Spritz ist aber nur ein Beispiel dafür, wie gute Ideen den mobilen Alltag optimieren können. Innovationen werden nicht mehr im stillen Kämmerlein großer Hersteller wie Google geboren, sondern werden in Kickstarter-Projekten und Crowdsourcing-Aktionen zusammen mit der Community entwickelt – der Prosumer ist da und wird die Zukunft mitgestalten. Mit diesen Worten stimmten Maks Giordano, Dirk Hoffmann und Reto Wettach die anwesenden Teilnehmer der MobileTech Conference 2014 in München ein und entließen sie in die folgenden Sessions.

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